Dr. Dieter Duhm
   Bücher
 

Themenauswahl nach Erscheinungsdatum
• 2001: Die Heilige Matrix
Von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens
• 1992: Politische Texte für eine gewaltfreie Erde
• 1991:

Der unerlöste Eros

• 1982
Modell einer Lebensalternative
Das Kulturprojekt Bauhütte
  Aufbruch zur neuen Kultur
• 1979:
Synthese der Wissenschaft
Der werdende Mensch
• 1975: Warenstruktur und zerstörte Zwischen-menschlichkeit
• 1974: Der Mensch ist anders
• 1973: Revolution ohne Emanzipation ist Konterrevolution
• 1972: Angst im Kapitalismus
Der heilige Gral des Mannes ist die Frau
Gemälde, Zeichnungen und Texte von Dieter Duhm
Hrsg. Madjana Geusen
ISBN 3-927266-20-5, Softcover, 236 S., Format 26x21cm, 252 farb., 29 s/w Abb., Verlag Meiga, 2006
29.- €, 49,- sFr
„Es gibt die Welt, die wir erschaffen, und es gibt die Welt, die uns erschaffen hat. Die beiden müssen zusammenkommen.
Das ist das Ziel der Reise.“ (Dieter Duhm)

 

In vorliegendem Buch, herausgegeben von der Galeristin Madjana Geusen, geht es um eine neue Kunstidee und ihre Entstehung. Sie hat zu tun mit Liebe, revolutionärer Befreiung und Frieden unter Menschen. Sie sucht die ursprüngliche Einheit von Mensch und Schöpfung wiederzufinden, so wie sie zur Zeit vor der patriarchalen Epoche auf der Erde bestanden hat. Kunst und Kult waren damals dieselbe Handlung für dieselbe Zelebration des Lebens. Kunst, wie sie hier wiedergegeben wird, ist Danksagung, Auflehnung der Kreativität gegen die Normen der Gesellschaft, Weg zur Erkenntnis:Je tiefer wir in der Kunst kommen, desto mehr ahnen wir die Funktionsweise der Schöpfung. Kreiselnd, oszillierend und doch treffsicher, absichtslos und doch präzise, voller Konzentration und doch ohne Anstrengung. Man nähert sich dem Prinzip des östlichen Wu-Wei, Tun durch Nicht-Tun. Dies sind universelle Lebensvorgänge, die durch einen hindurchgehen und das Werk gestalten.
Wer malt, wenn ich male?
Wer denkt, wenn ich denke?
Konnten wir schon einmal staunen über das Wunder der eigenen Existenz?“


Die vorliegenden Gemälde, Zeichnungen und Texte spiegeln das Werk eines Menschen, der die Ebene individueller Eitelkeit und persönlicher Stile verlassen hat. Aufgewachsen im Krieg und schon früh mit der Erfahrung von Gewalt konfrontiert, widmet Dieter Duhm sein Leben der globalen Überwindung von Angst und Gewalt. Er, der Künstler, mußte ein politischer Mensch werden, der sein radikales Leben „malend begleitet“, um trotz allem Schlimmen auf der Erde dem Schönen einen Ausdruck zu geben. Die Kunst ist sein Tor zu jener anderen Wirklichkeit der Liebe, die seine politischen Projekte nährt und ihnen ihre Zielrichtung gibt. Es geht ihm nicht um l'art pour l'art, sondern um eine neue Art des Zusammenlebens unter Menschen - Frieden, Angstfreiheit, Sinnlichkeit, Wahrheit, zwischen Mann und Frau, Mensch und allen Mitgeschöpfen. Aspekte dieses neuen Lebens wurden immer wieder in den Kunstkursen erfahrbar, die Dieter Duhm seit 1984 geleitet hat. Das Buch enthält einige Texte, die während solcher Zeiten entstanden sind und die etwas von diesem Geist vermitteln: „Es gibt einen ganz speziellen Humor und ein Lebensglück, das sich einstellt, wenn eine Gruppe von Menschen gemeinsam Kunst macht. Wenn „es“ geschieht, dann ist das für alle ein besonderes Heilungserlebnis. Es ist etwas ganz Besonderes und offenbar sehr Heiteres, was da entdeckt wird. Was es ist, soll nicht zu früh benannt werden, aber es existiert. In der Kunst das kindliche Jubilieren wiederfinden, das wir von der Liebe kennen.“
Diese Erfahrungen sollen hineingeholt werden ins Leben, hochgeholt ins Bewußtsein. Im Medium der Kunst die Logik der Liebe wiederfinden und sie unter Menschen verwirklichen. Von dieser Arbeit, diesem unbeirrbaren Einsatz für die Wahrheit unter Menschen und von einer großen Liebe zum Leben, davon zeugt dieses Buch. Es ist der Vorgeschmack einer anderen Daseinsweise, die bereits greifbar nahe liegt.