Dr. Dieter Duhm
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Heilungsbiotop I Tamera
Modell einer planetarischen Lebensweise
Globale Friedensstrategie
Plan der Heilungsbiotope

PLAN DER HEILUNGSBIOTOPE

Ein Heilungsbiotop ist eine Gemeinschaft von Menschen, Tieren und Pflanzen, deren Beziehungen reguliert werden durch Vertrauen, Kooperation und gegenseitige Unterstützung. Das Projekt der Heilungsbiotope besteht darin, mehrere Heilungsbiotope in verschiedenen Kontinenten der Erde zu errichten. Wir, die Initiatoren des Projekts, gehen davon aus, daß wenige solcher Zentren genügen, um ein globales Heilungsfeld aufzubauen. Zur Zeit entsteht das erste Heilungsbiotop „Tamera“ in Portugal.

Gibt es ein realistisches Konzept zur Rettung der Erde? Die Frage ist ernst gemeint. Eine Gruppe von drei Wissenschaftlern (ein Physiker, ein Psychoanalytiker und eine Theologin) war vor 20 Jahren aus ihren Ämtern ausgestiegen, um auf diese Frage eine solide Antwort zu finden. In kontinuierlicher Forschungsarbeit vergrößerte sich die Gruppe auf heute ca. 70 Mitarbeiter. Das theoretische Konzept einer globalen Heilungsmöglichkeit ergab sich aus einer logischen Verknüpfung von Ergebnissen aus den Bereichen von Chaosforschung, Holografie, Tiefenökologie, Bewußtseinsforschung, Geschichte inklusive Vorgeschichte. Neben der theoretischen Arbeit ergab sich die Notwendigkeit eines stabilen und gesunden Gemeinschaftslebens. Die hierfür erforderliche Arbeit konnte vor Tabuthemen wie Sexualität, Privatsphäre, Geld, heimlicher oder offener Konkurrenz etc. nicht haltmachen, denn gerade in diesen Bereichen liegt ein Teil jener ungelösten Probleme, an denen unsere derzeitige Zivilisation gescheitert ist. In die Forschungsarbeit mußten deshalb Grundfragen der menschlichen Vergesellschaftung und Gemeinschaftsbildung, der Liebe und Sexualität, der Religion und Kunst einbezogen werden. Die Zerstörung der Umwelt und die Zerstörung der Inwelt sind zwei Seiten derselben Gesamterkrankung, die nur durch eine Zusammenschau beider überwunden werden kann.

Heilung im Sinne der Heilungsbiotope bedeutet: Volle Herstellung des Vertrauens zwischen allen beteiligten Partnern; Kooperation und gegenseitige Unterstützung von Menschen. Tieren, Pflanzen und geistigen Wesen; Wiedervereinigung der Geschlechter auf der Grundlage von Liebe und Solidarität; Sexualität ohne Angst und Erniedrigung, Wiedereinordnung des menschlichen Lebens in die Gesetze der Schöpfung. Im Zentrum des Projekts steht die organische und geistige Verbundenheit aller Wesen, denn alle sind Aspekte des Einen Seins und des Einen Bewußtseins. Alle Wesen sind deshalb - wie die Organe eines Organismus - auf Kooperation und Ko-Evolution angelegt.

Aus der langjährigen Forschungsarbeit entstand die Idee einer globalen Friedensbewegung, die anfangs von wenigen Punkten der Erde - eben den Heilungsbiotopen - ausgeht und in der Lage sein könnte, kraft der ihr innewohnenden Logik das bestehende System zu transformieren, es entstand der Plan der Heilungsbiotope.
Heilungsbiotope sind „Gewächshäuser des Vertrauens“ und folgen dem ursprünglichen Bild einer universellen Solidarität aller Wesen. Um dies zu erreichen, müssen alte Verhaltensmuster verlassen und neue gelernt werden. Dieser Lernprozeß, an dem alle Mitglieder beteiligt sind, findet vor allem in drei Bereichen statt: im Verhältnis zur Natur (Ökologie), im Verhältnis zur Schöpfung (Religion und Kunst) und im Verhältnis der Geschlechter (Sex und Liebe). Die Wiederverbindung mit den Schöpfungsquellen ist auch eine Wiederverbindung von Eros und Religion im Sinne einer grundlegenden Befreiung beider von allen Unterdrückungen der patriarchalen Geschichte. Es kann in der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist.

Die Verwirklichung von Heilungsbiotopen erfolgt nicht willkürlich, sondern nach den Prinzipien der universellen Lebensordnung, die als „heilige Matrix“ der Schöpfung und allen ihren Wesen innewohnt. Die Kunst unserer Arbeit besteht darin, uns mit den latenten Mustern und Kräften der heiligen Matrix zu verbinden und sie in uns selbst wiederzufinden. Heilungsbiotope sind Forschungszentren und Erfahrungsräume für diese Art von spiritueller Entdeckung und Verbindung. Je mehr die Verbindung gelingt, desto mehr Weltkraft steht hinter dem Projekt.
Verwirklichung und Verbreitung der globalen Heilkraft folgen der inneren Logik holistischer Systeme. Die Gaia-Erde ist ein einheitlicher Organismus. Wenn es gelingt, an einem Ort der Erde die globale Kette von Angst und Gewalt zu durchbrechen und eine umfassende Friedensinformation in den Äther (Noosphäre) zu senden, dann befindet sich diese Information latent in allen Wesen und erhält somit eine höhere Bereitschaft der Realisierung. Wenn es gelingt, im komplexen Lebenssystem wenige Parameter zu verändern, so besteht die Möglichkeit einer beschleunigten Gesamtveränderung. Diese Parameter liegen vor allem in den genannten Bereichen von Ökologie, Gemeinschaft, Religion und Eros. Die Theorie einer derartigen Gesamtveränderung in Richtung einer neuen gewaltfreien Zivilisation ist ausführlich beschrieben in dem Buch „Die heilige Matrix“ von Dieter Duhm (Mai 2001).

Wir müssen uns klar darüber sein, daß wir dabei sind, Zeuge einer globalen Katastrophe zu werden, wenn es uns nicht mehr gelingt, der Gesamtentwicklung eine neue Richtung zu geben. Das Projekt der Heilungsbiotope ist deshalb nicht ein Privatprojekt einiger unbeirrbarer Weltverbesserer, sondern ein menschheitliches Projekt, welches für das Gelingen oder Mißlingen einer lebenswerten Zukunft entscheidend sein könnte. Das Projekt erhält sein Mandat (bislang) nicht von den Institutionen der bestehenden Gesellschaft, sondern von der absoluten Dringlichkeit der globalen Situation.

Mit Teilkorrekturen ist es nicht mehr getan, da es sich bei den apokalyptischen Tendenzen unserer Zeit nicht um Unglücksfälle, sondern um die Folge systematischer Fehler handelt. Ein krasses Beispiel erhalten wir zur Zeit aus der Landwirtschaft. BSE und MKS sind die Folgen einer mechanisierten Tierhaltung, deren Dauerterror nur deshalb nicht als Terror gilt, weil er sich nicht gegen den Staat, sondern gegen die Tierwelt richtet. Eine ganze Zivilisation lebt von der unsäglichen Selbstverständlichkeit, mit der Tiere, oft unter unvorstellbar grausamen Prozeduren, zu Kleidung, Kosmetik, Medikamenten oder Wurst verarbeitet werden. Verlangt ist jetzt eine ökologische Gesamtalternative der Landwirtschaft, welche nicht mehr auf der Vernichtung von Leben, sondern auf der Kooperation mit dem Leben, auch mit dem von Kleinlebewesen, aufbaut und sich deshalb wieder einfügt in das Gesetz einer auf Kooperation basierenden Schöpfung. Überschwemmungen, Wetterkatastrophen und Hunger-katastrophen werden erst dann vermieden werden können, wenn die Erde wieder von einer weichen und belebten Humusschicht umgeben ist. Für die globale Heilungsarbeit brauchen wir Stützpunkte, wo die neue Landwirtschaft erprobt wird, bevor sie ein fester Programmteil im Konzept der neuen Welt werden kann. Es ergibt sich von selbst die Notwendigkeit, solche Projekte mit allen erforderlichen materiellen und finanziellen Mitteln zu unterstützen und die Öffentlichkeit von ihrer Notwendigkeit bzw. ihrer Existenz zu informieren. Ein neues Konzept der Landwirtschaft gehört ebenso zu den Grundlagen der Heilungsbiotope wie ein neues Konzept der menschlichen Gemeinschaft, eine neue soziale Basis für Liebe und Sexualität, eine neue Ordnung des sittlichen Handelns und eine neue Integration in die Metawelt des Universums.

Die Ursachen der Katastrophe liegen nicht nur in menschlicher Bosheit oder menschlichem Versagen, auch nicht in erster Linie in den Bemächtigungsstrategien eines weltweiten Syndikats von Konzernen, Banken Militärs und Geheimdiensten, sondern in einer falschen Matrix unserer gesamten Denk- und Daseinsweise. Die Korrektur besteht in einer auf Kooperation mit allen Mitgeschöpfen basierenden Neuordnung unseres Lebens auf dem Planeten Erde und in einer entsprechenden Veränderung unserer eigenen Lebensverhältnisse. Es sind vor allem die Kernbereiche unserer Existenz - Liebe, Religion, Gemeinschaft -, die im Laufe einer vieltausendjährigen patriarchalen Sackgasse von den Schöpfungsquellen abgeschnitten, unterdrückt und gefälscht wurden. Infolge dieser geschichtlichen Trennung des Menschen vom Gesamtorganismus des Lebens sind so gut wie alle ursprünglichen Gemeinschaftsformen zerbrochen und keine neuen mehr entstanden. Die funktionierende Gemeinschaft ist aber die Grundlage jeder humanen Transformation. Gemeinschaft der Menschen untereinander und Gemeinschaft des Menschen mit seinen Mitgeschöpfen. Die universelle Daseinsweise, die uns wieder mit den Schöpfungsquellen verbindet, kann dauerhaft nur entwickelt werden auf der Grundlage einer grundsätzlich nicht privaten, sondern kommunitären Existenz. Die dafür nötigen inneren „Paradigmenwechsel“ gehören deshalb zum zentralen Aufgabenbereich der kommenden Heilungsbiotope.

Zur Zeit entsteht das erste Heilungsbiotop „Tamera“ in Portugal. Dort wird auch das „Institut für globale Friedensarbeit“ (IGF) vorbereitet, welches die globale Netzwerkbildung koordinieren soll. Dem Forschungsprojekt angeschlossen sind verschiedene soziale, ökologische und technologische Projekte, mit denen menschliches Handeln wieder eingefügt werden soll in die grundlegenden Gesetze des Lebens und der Schöpfung. Für die Verwirklichung der vor uns liegenden Projekte brauchen wir finanzielle und publizistische Unterstützung. Gesucht wird auch ein „Global Player“, der in der Lage ist, das Projekt der Heilungsbiotope global bekannt zu machen.
Infolge der feldbildenden Kraft eines funktionierenden Heilungsbiotops rechnen wir mit der Errichtung ähnlicher Zentren in anderen Teilen der Erde. Sobald die ersten Heilungsbiotope in einer erforderlichen Größe von wahrscheinlich 300 - 1000 Bewohnern in Betrieb sind, wird die von ihnen ausgehende neue Information die geistige Gesamtsituation unseres Planeten nachhaltig verändern. Die globale Föderation der Heilungsbiotope könnte eine Art Kristallgitter sein für eine neu entstehende Weltkultur, in der Mensch und Natur, Soziosphäre und Biosphäre, Eigeninteresse und planetares Interesse kernhaft miteinander verbunden sind.

Im Dienste der Wärme für alles, was Haut und Fell hat,
im Namen aller Kreatur!

Dieter Duhm
IGF Tamera, 2001