| PLAN DER HEILUNGSBIOTOPE
Ein Heilungsbiotop ist eine Gemeinschaft
von Menschen, Tieren und Pflanzen, deren Beziehungen reguliert
werden durch Vertrauen, Kooperation und gegenseitige Unterstützung.
Das Projekt der Heilungsbiotope besteht darin, mehrere Heilungsbiotope
in verschiedenen Kontinenten der Erde zu errichten. Wir,
die Initiatoren des Projekts, gehen davon aus, daß
wenige solcher Zentren genügen, um ein globales Heilungsfeld
aufzubauen. Zur Zeit entsteht das erste Heilungsbiotop „Tamera“
in Portugal.
Gibt es ein realistisches Konzept zur Rettung
der Erde? Die Frage ist ernst gemeint. Eine Gruppe von drei
Wissenschaftlern (ein Physiker, ein Psychoanalytiker und
eine Theologin) war vor 20 Jahren aus ihren Ämtern
ausgestiegen, um auf diese Frage eine solide Antwort zu
finden. In kontinuierlicher Forschungsarbeit vergrößerte
sich die Gruppe auf heute ca. 70 Mitarbeiter. Das theoretische
Konzept einer globalen Heilungsmöglichkeit ergab sich
aus einer logischen Verknüpfung von Ergebnissen aus
den Bereichen von Chaosforschung, Holografie, Tiefenökologie,
Bewußtseinsforschung, Geschichte inklusive Vorgeschichte.
Neben der theoretischen Arbeit ergab sich die Notwendigkeit
eines stabilen und gesunden Gemeinschaftslebens. Die hierfür
erforderliche Arbeit konnte vor Tabuthemen wie Sexualität,
Privatsphäre, Geld, heimlicher oder offener Konkurrenz
etc. nicht haltmachen, denn gerade in diesen Bereichen liegt
ein Teil jener ungelösten Probleme, an denen unsere
derzeitige Zivilisation gescheitert ist. In die Forschungsarbeit
mußten deshalb Grundfragen der menschlichen Vergesellschaftung
und Gemeinschaftsbildung, der Liebe und Sexualität,
der Religion und Kunst einbezogen werden. Die Zerstörung
der Umwelt und die Zerstörung der Inwelt sind zwei
Seiten derselben Gesamterkrankung, die nur durch eine Zusammenschau
beider überwunden werden kann.
Heilung im Sinne der Heilungsbiotope bedeutet: Volle Herstellung
des Vertrauens zwischen allen beteiligten Partnern; Kooperation
und gegenseitige Unterstützung von Menschen. Tieren,
Pflanzen und geistigen Wesen; Wiedervereinigung der Geschlechter
auf der Grundlage von Liebe und Solidarität; Sexualität
ohne Angst und Erniedrigung, Wiedereinordnung des menschlichen
Lebens in die Gesetze der Schöpfung. Im Zentrum des
Projekts steht die organische und geistige Verbundenheit
aller Wesen, denn alle sind Aspekte des Einen Seins und
des Einen Bewußtseins. Alle Wesen sind deshalb - wie
die Organe eines Organismus - auf Kooperation und Ko-Evolution
angelegt.
Aus der langjährigen Forschungsarbeit entstand die
Idee einer globalen Friedensbewegung, die anfangs von wenigen
Punkten der Erde - eben den Heilungsbiotopen - ausgeht und
in der Lage sein könnte, kraft der ihr innewohnenden
Logik das bestehende System zu transformieren, es entstand
der Plan der Heilungsbiotope.
Heilungsbiotope sind „Gewächshäuser des
Vertrauens“ und folgen dem ursprünglichen Bild
einer universellen Solidarität aller Wesen. Um dies
zu erreichen, müssen alte Verhaltensmuster verlassen
und neue gelernt werden. Dieser Lernprozeß, an dem
alle Mitglieder beteiligt sind, findet vor allem in drei
Bereichen statt: im Verhältnis zur Natur (Ökologie),
im Verhältnis zur Schöpfung (Religion und Kunst)
und im Verhältnis der Geschlechter (Sex und Liebe).
Die Wiederverbindung mit den Schöpfungsquellen ist
auch eine Wiederverbindung von Eros und Religion im Sinne
einer grundlegenden Befreiung beider von allen Unterdrückungen
der patriarchalen Geschichte. Es kann in der Welt keinen
Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist.
Die Verwirklichung von Heilungsbiotopen erfolgt nicht willkürlich,
sondern nach den Prinzipien der universellen Lebensordnung,
die als „heilige Matrix“ der Schöpfung
und allen ihren Wesen innewohnt. Die Kunst unserer Arbeit
besteht darin, uns mit den latenten Mustern und Kräften
der heiligen Matrix zu verbinden und sie in uns selbst wiederzufinden.
Heilungsbiotope sind Forschungszentren und Erfahrungsräume
für diese Art von spiritueller Entdeckung und Verbindung.
Je mehr die Verbindung gelingt, desto mehr Weltkraft steht
hinter dem Projekt.
Verwirklichung und Verbreitung der globalen Heilkraft folgen
der inneren Logik holistischer Systeme. Die Gaia-Erde ist
ein einheitlicher Organismus. Wenn es gelingt, an einem
Ort der Erde die globale Kette von Angst und Gewalt zu durchbrechen
und eine umfassende Friedensinformation in den Äther
(Noosphäre) zu senden, dann befindet sich diese Information
latent in allen Wesen und erhält somit eine höhere
Bereitschaft der Realisierung. Wenn es gelingt, im komplexen
Lebenssystem wenige Parameter zu verändern, so besteht
die Möglichkeit einer beschleunigten Gesamtveränderung.
Diese Parameter liegen vor allem in den genannten Bereichen
von Ökologie, Gemeinschaft, Religion und Eros. Die
Theorie einer derartigen Gesamtveränderung in Richtung
einer neuen gewaltfreien Zivilisation ist ausführlich
beschrieben in dem Buch „Die heilige Matrix“
von Dieter Duhm (Mai 2001).
Wir müssen uns klar darüber sein, daß wir
dabei sind, Zeuge einer globalen Katastrophe zu werden,
wenn es uns nicht mehr gelingt, der Gesamtentwicklung eine
neue Richtung zu geben. Das Projekt der Heilungsbiotope
ist deshalb nicht ein Privatprojekt einiger unbeirrbarer
Weltverbesserer, sondern ein menschheitliches Projekt, welches
für das Gelingen oder Mißlingen einer lebenswerten
Zukunft entscheidend sein könnte. Das Projekt erhält
sein Mandat (bislang) nicht von den Institutionen der bestehenden
Gesellschaft, sondern von der absoluten Dringlichkeit der
globalen Situation.
Mit Teilkorrekturen ist es nicht mehr getan, da es sich
bei den apokalyptischen Tendenzen unserer Zeit nicht um
Unglücksfälle, sondern um die Folge systematischer
Fehler handelt. Ein krasses Beispiel erhalten wir zur Zeit
aus der Landwirtschaft. BSE und MKS sind die Folgen einer
mechanisierten Tierhaltung, deren Dauerterror nur deshalb
nicht als Terror gilt, weil er sich nicht gegen den Staat,
sondern gegen die Tierwelt richtet. Eine ganze Zivilisation
lebt von der unsäglichen Selbstverständlichkeit,
mit der Tiere, oft unter unvorstellbar grausamen Prozeduren,
zu Kleidung, Kosmetik, Medikamenten oder Wurst verarbeitet
werden. Verlangt ist jetzt eine ökologische Gesamtalternative
der Landwirtschaft, welche nicht mehr auf der Vernichtung
von Leben, sondern auf der Kooperation mit dem Leben, auch
mit dem von Kleinlebewesen, aufbaut und sich deshalb wieder
einfügt in das Gesetz einer auf Kooperation basierenden
Schöpfung. Überschwemmungen, Wetterkatastrophen
und Hunger-katastrophen werden erst dann vermieden werden
können, wenn die Erde wieder von einer weichen und
belebten Humusschicht umgeben ist. Für die globale
Heilungsarbeit brauchen wir Stützpunkte, wo die neue
Landwirtschaft erprobt wird, bevor sie ein fester Programmteil
im Konzept der neuen Welt werden kann. Es ergibt sich von
selbst die Notwendigkeit, solche Projekte mit allen erforderlichen
materiellen und finanziellen Mitteln zu unterstützen
und die Öffentlichkeit von ihrer Notwendigkeit bzw.
ihrer Existenz zu informieren. Ein neues Konzept der Landwirtschaft
gehört ebenso zu den Grundlagen der Heilungsbiotope
wie ein neues Konzept der menschlichen Gemeinschaft, eine
neue soziale Basis für Liebe und Sexualität, eine
neue Ordnung des sittlichen Handelns und eine neue Integration
in die Metawelt des Universums.
Die Ursachen der Katastrophe liegen nicht nur in menschlicher
Bosheit oder menschlichem Versagen, auch nicht in erster
Linie in den Bemächtigungsstrategien eines weltweiten
Syndikats von Konzernen, Banken Militärs und Geheimdiensten,
sondern in einer falschen Matrix unserer gesamten Denk-
und Daseinsweise. Die Korrektur besteht in einer auf Kooperation
mit allen Mitgeschöpfen basierenden Neuordnung unseres
Lebens auf dem Planeten Erde und in einer entsprechenden
Veränderung unserer eigenen Lebensverhältnisse.
Es sind vor allem die Kernbereiche unserer Existenz - Liebe,
Religion, Gemeinschaft -, die im Laufe einer vieltausendjährigen
patriarchalen Sackgasse von den Schöpfungsquellen abgeschnitten,
unterdrückt und gefälscht wurden. Infolge dieser
geschichtlichen Trennung des Menschen vom Gesamtorganismus
des Lebens sind so gut wie alle ursprünglichen Gemeinschaftsformen
zerbrochen und keine neuen mehr entstanden. Die funktionierende
Gemeinschaft ist aber die Grundlage jeder humanen Transformation.
Gemeinschaft der Menschen untereinander und Gemeinschaft
des Menschen mit seinen Mitgeschöpfen. Die universelle
Daseinsweise, die uns wieder mit den Schöpfungsquellen
verbindet, kann dauerhaft nur entwickelt werden auf der
Grundlage einer grundsätzlich nicht privaten, sondern
kommunitären Existenz. Die dafür nötigen
inneren „Paradigmenwechsel“ gehören deshalb
zum zentralen Aufgabenbereich der kommenden Heilungsbiotope.
Zur Zeit entsteht das erste Heilungsbiotop
„Tamera“ in Portugal. Dort wird auch das „Institut
für globale Friedensarbeit“ (IGF) vorbereitet,
welches die globale Netzwerkbildung koordinieren soll. Dem
Forschungsprojekt angeschlossen sind verschiedene soziale,
ökologische und technologische Projekte, mit denen
menschliches Handeln wieder eingefügt werden soll in
die grundlegenden Gesetze des Lebens und der Schöpfung.
Für die Verwirklichung der vor uns liegenden Projekte
brauchen wir finanzielle und publizistische Unterstützung.
Gesucht wird auch ein „Global Player“, der in
der Lage ist, das Projekt der Heilungsbiotope global bekannt
zu machen.
Infolge der feldbildenden Kraft eines funktionierenden Heilungsbiotops
rechnen wir mit der Errichtung ähnlicher Zentren in
anderen Teilen der Erde. Sobald die ersten Heilungsbiotope
in einer erforderlichen Größe von wahrscheinlich
300 - 1000 Bewohnern in Betrieb sind, wird die von ihnen
ausgehende neue Information die geistige Gesamtsituation
unseres Planeten nachhaltig verändern. Die globale
Föderation der Heilungsbiotope könnte eine Art
Kristallgitter sein für eine neu entstehende Weltkultur,
in der Mensch und Natur, Soziosphäre und Biosphäre,
Eigeninteresse und planetares Interesse kernhaft miteinander
verbunden sind.
Im Dienste der Wärme für alles,
was Haut und Fell hat,
im Namen aller Kreatur!
Dieter Duhm
IGF Tamera, 2001
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