Dr. Dieter Duhm
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Themenauswahl nach Erscheinungsdatum
• 2006:
Zukunft ohne Krieg
Theorie der globalen Heilung
Der heilige gral des mannes ist die frau
Gemälde, Zeichnungen und Texte von Dieter Duhm
• 2005: Die Heilige Matrix
Von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens
• 1992: Politische Texte für eine gewaltfreie Erde
• 1991:

Der unerlöste Eros

• 1982
Modell einer Lebensalternative
Das Kulturprojekt Bauhütte
Aufbruch zur neuen Kultur
• 1979:
Synthese der Wissenschaft
Der werdende Mensch
• 1975:
Warenstruktur
und zerstörte Zwischen-menschlichkeit
• 1974: Der Mensch ist anders
• 1973: Revolution ohne Emanzipation ist Konterrevolution
• 1972: Angst im Kapitalismus
ZUKUNFT OHNE KRIEG
Theorie der globalen Heilung
ISBN 978-3-927266-22-3
160 S., geb., Hardcover
Preis: 12,80 €, 19,80 Sfr

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Gibt es eine realistische Chance auf einen weltweiten Frieden?
Wird es in absehbarer Zeit eine Erde geben, auf der die Waffen ein für alle Mal schweigen? Werden in nicht allzu ferner Zukunft Flüsse wieder ihrem natürlichen Lauf folgen, Tiere für immer aus Käfigen befreit sein, alle Kinder dieser Welt genügend Heimat und genügend Brot haben?

 

Einer, der das für möglich hält, ist Dr. Dieter Duhm, geb. 1942 in Berlin, Soziologe, Psychoanalytiker, ehemals Marxist und einer der führenden Köpfe der 68er-Studentenbewegung in Deutschland. Erschüttert über das Ausmaß der globalen Gewalt, zieht er sich Mitte der Siebziger Jahre zurück, lehnt sogar mehrere Professurangebote ab, um in aller Radikalität und Ruhe ein Denkmodell zu erarbeiten für eine Zukunft ohne Krieg. Er entwickelt den „Plan der Heilungsbiotope“, ein Konzept für einen globalen Frieden.
Es basiert unter anderem auf der Erkenntnis der modernen Naturwissenschaft, dass nicht das Atom, sondern die Information Baustein aller Materie ist. Die Erde mit ihrer Atmosphäre und ihrem Magnetfeld, mit ihren Gewässern, Landschaften und Lebewesen ist ein einheitlicher, schwingender Lebenskörper. Er ist heilbar, wie auch ein menschlicher Körper heilbar ist, wenn man ein entsprechendes Medikament, bzw. eine entsprechende Information, eingibt.
Die heilende Information setzt da an, wo Kriege täglich neu entstehen: im Zusammenleben von Menschen. Hier ist eine tief greifende Veränderung verlangt. Worte und Appelle allein genügen nicht. Wirklicher Friede entsteht nicht aus Parolen und ist weit mehr als die bloße Abwesenheit von Krieg. Die gesuchte Friedensinformation geht aus sozialen Strukturen hervor, in denen die ethischen Grundwerte wie Anteilnahme, Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und Solidarität nicht zerstört, sondern erzeugt und bewahrt werden. Im tiefsten Kern ist Frieden die Erfahrung von Vertrauen zwischen Menschen, vor allem Vertrauen zwischen Mann und Frau. Es ist wie das Erlernen eines neuen Alphabets nach einer Epoche des Geschlechterkampfes, der Unterdrückung der Frau, der Trennung zwischen dem heiligen und erotischen Aspekt der Schöpfung. Hier, in der Versöhnung von Mann und Frau ist die tiefste und sensibelste Heilungsarbeit verlangt, denn
„es kann auf der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist.“ (D. Duhm)
Frieden ist aber auch die Erfahrung von Vertrauen zwischen Mensch und Natur. Wo der Mensch Tiere, auch sog. Ungeziefer bekämpft, herrscht strukturell Krieg, Ausgrenzung, Feindschaft. Alle Geschöpfe aber haben ein Recht, in Freiheit und Würde zu leben. Alle sind Teil der einen großen Familie des Lebens. Friede verlangt eine Veränderung unserer Lebensgewohnheiten, von der Art unserer Ernährung angefangen, über unsere Umgang mit den Elementen und Ressourcen, bis hin zur Energiegewinnung, zur Medizin oder zum Anbau unserer Nahrungsmittel.

Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein, hatte schon Marx gesagt. An dieser Stelle ist Dieter Duhm Marxist geblieben: Es ist ein neu zu erschaffendes gesellschaftliches Sein, das mehr als alles andere darüber entscheidet, ob der Mensch seine ursprüngliche humane Seele und sein reines Herz wiederfindet und ihnen gemäß leben lernt. Allein durch gute Absicht schafft er es nicht, wie zweitausend Jahre Christentum und die aufrichtigen Versuche von Millionen von Menschen beweisen.
Es braucht Orte, an denen die Bedingungen für ein friedliches Zusammenleben erforscht und konkret verwirklicht werden können. Dieter Duhm nennt sie „Heilungsbiotope“. Sie wirken wie Akupunkturpunkte einer neuen Zukunft im Leib der Erde. Die Lebensenergien, die sich in der Kultur des Krieges dauernd gegeneinander richten, sollen hier, an wenigen Punkten der Erde, kohärent fließen, auf eine gemeinsame Vision hin. Dadurch entfalten sie ihre ungeheure Kraft.
Dieter Duhm geht davon aus, dass nur wenige solcher Zentren weltweit genügen könnten, um das „Informationsfeld“ der Gewalt zu kippen. Er ist nicht der erste, der diese Möglichkeit sieht. Der Quantenphysiker David Bohm erwähnte sie, auch spirituelle Lehrer wie Sri Aurobindo (Indien), Satprem (sein Schüler) oder Dhyani Iwahoo (Führerin der Tsalagi, USA) und Teilhard de Charding.
Hinter dem „Plan der Heilungsbiotope“ steht also die Idee, einige solcher Zentren mit jeweils einigen Hundert Mitarbeitern auf der Erde aufzubauen. Sie bilden zusammen die mikroskopisch kleine Veränderung, die aufgrund bestimmter Strukturen der Wirklichkeit eine große Auswirkung auf das Ganze haben wird.
Dieter Duhm:
„Entscheidend für den Erfolg solcher Friedensprojekte ist nicht, wie groß und stark sie sind im Vergleich zu den bestehenden Gewaltapparaten, sondern wie umfassend und komplex sie sind, wie viele Elemente des Lebens sie auf gute Weise in sich zusammenfügen und vereinigen. In den Feldbildungen der Evolution gilt nicht das Recht des Stärkeren, sondern der Erfolg des Umfassenderen. Andernfalls hätte sich keine neue Entwicklung durchsetzen können, denn sie haben alle klein und unscheinbar begonnen.“
Mit dem Aufbau eines ersten solchen Zentrums wurde 1995 begonnen. Nach langjähriger Vorbereitung gründete Dieter Duhm zusammen mit seiner Partnerin Sabine Lichtenfels (Theologin), Charly Rainer Ehrenpreis (Physiker) und anderen ein erstes Heilungsbiotop, Tamera, in Portugal. Heute arbeiten dort etwa 150 Menschen am Aufbau einer Lebensform ohne Angst, ohne Lüge und Gewalt. Es entstanden das Institut für globale Friedensarbeit, der Politischer Ashram, das Kunstzentrum, der Platz der Kinder, Werkstätten, Aufforstungsanlagen, die Pilgerherberge, die Liebesschule. Der Aufbau eines „Solar Village“, eine energieautarke Wohnanlage für Krisengebiete, wird vorbereitet. Im Frühjahr 2006 begann das „Experiment Monte Cerro“, eine dreijährige Ausbildungszeit für junge Friedensarbeiter.
Tamera unterstützt Friedensprojekte in aller Welt, kooperiert mit dem Friedensdorf San José de Apartadó und der „Universität des Widerstandes“ in Kolumbien, mit Initiativen in Israel und Palästina (u.a. Neve Shalom/Wahat al Salaam in Israel, CCRR, Holylandtrust in Palästina), pflegt Kontakte zum Global Ecovillage Network, zum Barefoot College in Indien, zu Vertretern indigener Völker, zu Erfindern, Solartechnologen, Friedensjournalisten und Zukunftsarbeitern.
Heute steht der Aufbau von Tamera vor einer neuen Größenordnung.
Bis hierher konnte der „Plan der Heilungsbiotope“ aus „eigener Kraft“, mit finanzieller Unterstützung durch Freunde und Bekannte und ohne nennenswerte Öffentlichkeit verwirklicht werden. Jetzt aber braucht es internationalen Schutz und Aufmerksamkeit, Unterstützung durch eine globale Bewegung, durch Medien und Großsponsoren. Es braucht eine weltweite Kooperative entschlossener Menschen, welche die neuen Gemeinwesen aufbauen.

Die Erde ist heilbar, wenn wir es mit aller Kraft wollen und tun!


Einige Stimmen zum Buch:

An einer solchen Perspektive mitzuarbeiten, ist für uns, die wir zur Zeit in Palästina unter Besatzung leben, nicht nur eine Antwort darauf, wie wir die Besatzung beenden, sondern auch, wie wir zukünftige Konflikte vermeiden, wenn die Besatzung einmal beendet sein wird.“
Sami Awad (Bethlehem, Palästina, Direktor des „Holy Land Trust“, Lehrer für Gewaltfreiheit)

Dieter Duhm übergibt uns hier die profunde Anleitung für einen gelebten Friedens, anstatt nur darüber zu debattieren, wie eine Zukunft ohne Krieg zu schaffen sei. Ein herausragendes Buch. Ein „Muß“ für alle, die Frieden verwirklichen wollen!
Arun Gandhi, (USA, Präsident des Gandhi-Instituts für Gewaltfreiheit, Enkel Mahatma Gandhis)


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