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Der große Traum vom Frieden
könnte wahr werden |
| Über das Buch von
Dieter Duhm: Die Heilige Matrix |
ISBN 978-3-927266-14-8
464 S., geb., 2005, 24,90 €, 44,- sFr
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„Ein
ungeheures Unrecht geschieht zur Zeit auf der Erde.
Viele, die sich dagegen auflehnen, sitzen in den
Folterkellern von Militär, Polizei und Geheimdiensten.
In diesem Moment sind es Hunderttausende von Menschen,
welche dort die unsäglichsten Schmerzen erleiden.
Trotzdem machen sie weiter. An diesem Maßstab
müssen wir uns messen lassen, wenn heute von
globaler Friedensarbeit die Rede ist. Werden die
Schreie der Opfer weiterhin ungehört verhallen
– oder werden wir eine Welt erschaffen, wo
es keine Opfer mehr gibt?“ |
Mit diesen einleitenden
Worten beginnt der Autor Dr. Dieter Duhm, Soziologe und
Psychoanalytiker, sein im Jahr 2005 erschienenes Buch „Die
Heilige Matrix“. Was danach folgt, sind 12 Kapitel
Klartext zu der Frage, was zu
tun ist, um die Globalisierung der Gewalt zu stoppen und
eine Globalisierung des Friedens einzuleiten. Um zu einer
fundierten Antwort zu kommen, werden alle Quellen menschlichen
Wissens miteinbezogen, modernste Erkenntnisse aus Naturwissenschaft,
Politik und Geschichte, aus Chaosforschung, Holographie,
Religion oder Ökologie. Das Ergebnis ist eine Offenbarung.
Hier schreibt ein Mensch, der,
um es mit den Worten des Philosophen Karl Jaspers zu sagen,
„ursprünglich erschüttert“ ist.
Er hält sich nicht lange auf mit einer Analyse des
Ist-Zustandes: „Ich verzichte
auf eine Definition des Bösen. Wenn ich sehe, wie in
Tschetschenien eine Zivilbevölkerung zerbombt wird
und wie man Handgranaten in die letzten Kellerhöhlen
hineinwirft, in denen noch Kranke oder Greise leben könnten,
dann brauche ich keine Definition des Bösen.“
Doch umso stärker braucht und sucht er eine überzeugende
Antwort, wie der globale Wahnsinn der Gewalt, ob in Tschetschenien,
oder Palästina, ob in Europa oder Lateinamerika, beendet
werden könnte. Dazu muß er gewohntes Denken verlassen,
Grenzen der Normalität überwinden, durch authentische
Erfahrungen in unbekanntes geistiges Terrain vordringen
und hinschauen, was da wirklich ist: im Inneren, in den
Zonen unserer intimsten menschlichen Sehnsüchte, im
Äußeren, in der uns umgebenden Wirklichkeit und
ihren universellen Strukturen, in unserer Vergangenheit,
mit dem Aufkommen einer gewalttätigen, patriarchalen
Epoche, in der Zukunft, in einer immer konkreteren Vision
einer möglichen planetarischen Friedenskultur. Wer
oder was wird darüber entscheiden, ob die Erde in einem
planetarischen Holocaust enden wird oder wir eine Drehung
zum Frieden bewirken können? „Der
archimedische Punkt“, so
lautet ein Kapitel und gleichzeitig die Essenz dieses Buches,
„ist die Liebe.“Eine
humane Welt kann nur entstehen aus geöffneten Herzen.
Doch wie läßt sich die Liebe verbinden mit politischer
Durchsetzungskraft? Wodurch kann das Kräfteverhältnis
zwischen Gewalt und Frieden so verändert werden, daß
das gesteckte Ziel einer gewaltfreien Erde erreichbar erscheint?
In präzisen Denkschritten werden die geistigen Fäden
des Buches aufgenommen und zur „politische Theorie“
miteinander verknüpft. Ein Weg wird nachvollziehbar,
wie das scheinbar Unmögliche möglich werden könnte.
Was hier geschrieben steht, ist High
Tech für den Frieden. Der
große menschheitliche Traum vom Frieden könnte
heute gelingen....
Inhalt
Vorwort
Einführung
12 Basissätze
Kapitel 1
Eine neue Richtung der Evolution
Die heilige Matrix
Die Matrix der Gewalt
Ein neuer Kulturplan für die Erde
Ein anderes Modell der Realität
Kapitel 2
Notruf der Erde
Notruf der Erde
Kosovo und wir
Auch ich trage einen jugoslawischen Krieg in mir
Stoppt den Wahnsinn der Normalität
Kann das Böse von der Erde verschwinden?
Der archimedische Punkt
Kapitel 3
Das Erbe der Geschichte
Vorbemerkung: Die patriarchale Geschichte
ist nicht die ganze Geschichte
Die große Trennung
Das verlorene Wissen
Der heilige Kampf gegen das Weib
Geschichte in den Leib geschrieben
Der Angst-Tuberkel
Das verschlossene Herz
Was war der „Sündenfall“ der Geschichte?
Geschichte der Heilserwartung und der Sozialutopien
Das verlorene Paradies. Erinnerungen an eine archaische
Hochkultur
Kapitel 4
Das Thema Sexualität
Nachtgedanken für eine neue Freundschaft
der Geschlechter
Was ist Sexualität?
Wer ist Lilith?
Lilith und die verwirrten Eheleute
Liliths Worte. Die Heilsbotschaft in der Sexualität
Sexualität und Gewalt
Rückführungstrance mit einem früheren Priester
Impotenz
Die sexuelle Not der Frau
Der Kern der sexuellen Not
Sexuelle Hingabe – ein politisches Thema
Sexuelle Freiheit – wie geht das?
Kein Sex mit Kindern
Ich bin gern eine Frau – ein Vortrag von Sabine Lichtenfels
Kapitel 5
Das Konzept der Heilung
Das Heile und das Heilige
Das Prinzip der entelechialen Heilung
Heilkräfte des Lebens
Für jede Situation gibt es eine Heilungsmöglichkeit
Der archimedische Punkt ist die Liebe
Tränen der Heilung
Die Wiederaneignung der verlorenen Macht
Das ungenutzte Energiepotential
Arbeit an der eigenen Person
Umgang mit dem inneren Feind
Beendet das psychische Leiden
Austritt aus dem Hologramm der Angst
Krankheit ist keine Privatsache
Jacques Lusseyran
Kunst
Der therapeutische Nachraum
10 Sätze zur Heilungsarbeit
Kapitel 6
Ein Projekt für globale Friedensarbeit
Die Entstehung des Projekts
Eine neue Grundlagenforschung mit ungewöhnlichen Methoden
Der Sektenhammer
Die weitere Entwicklung und die Gründung von Tamera
in Portugal
Kapitel 7
Die universelle Daseinsweise
Der holographische Mensch
Unsere kosmische Existenz
Das universelle Dasein
Es gibt nur ein Sein
Die beiden Weltvorgänge
Das universelle Ich
Individualität
Ein Prinzip der Schöpfung: Kongruenz von Lust und Zweck
Matriarchale Kräfte der neuen Kulturbildung
Kapitel 8
Kooperation mit der Natur
Was ist gemeint?
Kooperation mit dem Wasser
Kooperation mit der Materie
Frieden schließen mit Tieren
Friedensarbeit im Garten
Kooperation mit Ratten.
Das spirituelle Naturgesetz
Kapitel 9
Die Wirksamkeit des Gebets
Der Schaltkreis Gottes
Der Schaltkreis des Leibes
Die Bedeutung der Wahrheit im göttlichen Schaltkreis
Das Haifa-Manifest
Kapitel 10
Zukunftsgemeinschaften
Gemeinschaft als universelle Lebensform
Individuum und Kollektiv
Vertrauen als Lebensqualität
Gemeinschaft als Weg der Erleuchtung
Friedensarbeit in der Gemeinschaft
Autarkie der Gemeinschaft
Kinder in der Gemeinschaft
Basisdemokratie
Was hält die Gemeinschaft zusammen?
Kapitel 11
Die Politische Theorie
Evolution durch Feldbildung
Die Politische Theorie im Überblick
Die gewaltfreie Gesamtinformation
Nicht Eigenkraft, sondern Feldkraft
Stützpunkte in der bestehenden Gesellschaft
15 Kernsätze der Friedensarbeit und der Politischen
Theorie
Kapitel 12
Tamera und das Projekt der Heilungsbiotope
Tamera – der Aufbau des ersten Heilungsbiotops
Die Friedensschule Mirja
Tamera-Manifest
TEXTAUSZUG
Die heilige Matrix
Und immer fließt
im Unterirdisch-Dunklen
der heilige Strom.
Es funkeln aus der Tiefe manchmal seine Töne.
Wer sie hört, fühlt ein Geheimnis walten,
sieht es fliehen, wünscht es festzuhalten,
brennt vor Heimweh,
denn er ahnt das Schöne.
Hermann Hesse
Die heilige Matrix ist die Matrix des Lebens selbst. Sie
liegt im Blühen eines Baumes, im Duft einer Blume,
im Gezwitscher eines Vogels, im Suhlen eines Schweines und
im Wehen eines Windes. Sie liegt in den Tiefen der Ozeane,
im Auffalten der Gebirge, in den Tälern der Flüsse
und auf den Gipfeln der ewigen Stille. Sie bewirkt den Aufbau
eines Kristalls, einer Muschelschale oder einer Tropfsteinhöhle.
Sie wirkt im Keimen des Getreides, in der Teilung der Zellen
und im Spiel der Galaxien. Sie blickt manchmal rein und
klar aus den Augen eines Säuglings. Und manchmal erreicht
sie – in den schönsten Augenblicken der Liebe
–unser Herz. Dann sind wir für eine kleine Ewigkeit
verwandelt und kennen das Ziel unserer Reise.
Wir Menschen besitzen ein feines Sensorium für die
heilige Matrix, wir spüren sie in vielen Dingen. Wir
lassen uns von ihr berühren an stillen Plätzen,
wir suchen bestimmte Orte extra ihretwegen auf. Es sind
bestimmte Klänge im Seelenwind, die uns berühren
an den Orten der Kindheit, am Ufer eines spiegelglatten
Sees, auf den Dünen am abendlichen Meer oder in den
funkelnden Tautropfen am Morgen. Seit Generationen hat sich
hier wenig geändert. Menschen steigen in einsame Höhen,
betrachten von einem Felsvorsprung den Aufgang der Sonne,
schauen nachts in die Sterne und verbinden sich mit dem
Ewigen. In der Verbundenheit erscheint das Heilige. Sie
gehen in offene Kirchen, atmen die sakrale Luft, hören
Orgelklänge und geraten in Resonanz mit der heiligen
Matrix.
Ich hatte schon als Kind lange an Apfelblüten geschnuppert
und herauszufinden versucht, an welche Art von Seligkeit
mich dieser Duft erinnert. Dasselbe erlebte ich wieder,
als ich viel später auf einer Apfelsinenplantage in
Korsika arbeitete. Etwas an diesem Duft war urbekannt und
unendlich schön. Es war wie der Vorschein eines Lebens,
auf das hin alle Sehnsüchte, alle Fasern unserer Seele
und alle unsere menschlichen Wünsche zusammenliefen.
Meine Seele kannte dieses Leben und versuchte, es innerlich
wiederzufinden, es so präzise wie möglich wiederzuerkennen
und, wenn möglich, es zu verwirklichen. Viele Menschen
kennen solche Erlebnisse, aber wenige hatten die Möglichkeit,
ihnen zu folgen. Was sich hier teils noch verbirgt und teils
offenbart, ist nicht nur ein Traum oder eine Sehnsucht,
sondern es ist eine Realität: die Realität der
heiligen Matrix. Wir hätten nicht diese Sehnsucht,
wir fühlten nicht diesen Sirenenklang in unserer Seele,
wir empfänden nicht dieses unabweisbare Gefühl
einer tiefen Erinnerung, wenn es diese Realität gar
nicht gäbe.
Die heilige Matrix ist die
ursprüngliche, übergeschichtliche, nichtentfremdete,
kosmische oder göttliche Matrix des universellen Lebens.
Sie soll, so der Schöpfungsauftrag an den Menschen,
von uns Menschen auf der Erde verwirklicht werden. Sie schien
uns in die Kindheit, wenn am Weihnachtsbaum die Kerzen brannten,
sie erfüllte uns in der Seligkeit der ersten Liebe,
sie begegnete uns manchmal am Rand des Todes. Wir können
sie nie ganz verlassen, denn wir sind aus ihr geboren, wir
sind mit ihr durch die Zeiten gegangen, wir haben sie immer
wieder aufleuchten sehen an den Wegrändern und Zäunen
unseres Territoriums. Wir haben sie im Jenseits angetroffen,
haben uns mit ihr neu verbunden, um sie dann, wenn wir wieder
auf die Erde kämen, nie mehr zu vergessen. Wir haben
sie doch immer wieder vergessen und uns so an das Vergessen
gewöhnt, daß sie uns nur noch wie ein ferner
Traum erscheint. Aber wird uns nicht dieses irdische Leben,
das wir hier und jetzt gerade führen und das uns so
absolut real erscheint, eines Tages, wenn wir wieder im
Jenseits sind, ebenfalls wie ein unwirklicher Traum erscheinen?
Haben wir nicht das Spiel mit den vielen verschiedenen Wirklichkeiten
zu gut kennengelernt, um Träume einfach nur als Träume
zu betrachten? Nicht ein Traum, sondern eine tiefe, tiefe
Erinnerung ist es, die uns in der Berührung des Heiligen
anfällt und immer aufs Neue unsere Sehnsucht erzeugt.
Und im Namen der Wahrheit bleibt uns nichts anderes mehr
zu tun, als den ganzen Inhalt dieser Sehnsucht zu finden
und zu befolgen. Denn die erkannte, die nicht mehr verdrängte
und nicht mehr verkitschte Sehnsucht ist der Wegweiser in
die heilige Heimat.
Wie sieht die heilige
Matrix aus, wenn sie unter Menschen verwirklicht ist? Es
gibt viele Bilder, viele Fragmente, viele Teilverwirklichungen.
Sie stammen aus vielen verschiedenen Zeiten und Kulturen.
Dazu gehörten das minoische Kreta, die archaischen
Hochkulturen der Vorgeschichte, die Tempelzeit auf Malta,
die Reste ursprünglicher Friedenskulturen in Australien,
in Tibet, in Afrika, in Lateinamerika. Dazu gehörten
die Bishnoi und die Muria in Indien – besonders die
Muria mit ihrer Einrichtung des Ghotuls, eines Hauses für
Kinder und Jugendliche mit freier, selbstbestimmter Sexualität.
Auch die (gefärbten?) Berichte von Margred Mead über
einige Südseevölker (Samoaner und Berg Arapesch),
die Berichte von Jean Liedloff über die Yequana-Indianer
im Dschungel Venezuelas, von Dhyani Ywahoo über ihr
Volk der Tsalagi-Indianer weisen in diese Richtung. Dazu
gehörten vielleicht das legendäre Land der Königin
von Saba und das ebenso legendäre Reich der Hyperboräer,
das sich im zweiten Jahrtausend v.Chr. von Finnland bis
Grönland (mit der Hauptstadt Thule) erstreckt haben
soll. Die Überlieferungen sprechen von einem „Goldenen
Zeitalter“, und wir dürfen heute annehmen, daß
es tatsächlich existiert hat. Die heilige Matrix ist
bereits auf der Erde verwirklicht gewesen. Wir müssen
sie wiederfinden, aber nicht, indem wir Steinchen für
Steinchen dieses Mosaik zusammensetzen, sondern indem wir
uns in einen Zustand begeben, wo sie uns von selbst erfüllt
und die Vision der kommenden Gesellschaft vor Augen führt.
Es ist der Zustand der Verbundenheit und der universellen
Daseinsweise. Die heilige Matrix setzt sich immer von selbst
zusammen, sobald sich unser Bewußtsein im Zustand
der universellen Frequenz befindet. Je öfter wir uns
in diesem Zustand befinden, desto mehr können wir sehen
und desto mehr Welt kann sich uns im Licht der heiligen
Matrix offenbaren. Es ist die Selbstoffenbarung einer im
menschlichen Bauplan real angelegten Möglichkeit des
Lebens.
In diesem Leben gibt es keine Gesetze der Angst, weil es
keine Angst gibt. Es gibt auch keine Gewalt, weil es keine
Widerstände gibt, die man brechen müßte.
Es gibt auch keine Technik, die auf die Brechung von Widerständen
ausgerichtet ist, denn in der heiligen Matrix erhalten wir
die notwendigen Kräfte durch Resonanz. Es gibt keinen
Raub und keine Eroberung, keinen unstillbaren Hunger und
keine verzehrende Bedürftigkeit, weil wir auf einem
Planeten der Fülle leben. Es gibt keine Erniedrigung
und keine Gemeinheit, weil wir alle Geschöpfe desselben
Geistes und desselben Lebens sind. Es gibt Gegensätze,
aber keine Widersprüche; es gibt Konflikte, aber keine
Kriege; es gibt gelegentliche Härte, aber keine Grausamkeit.
Es gibt keine religiöse Verschleierung oder Verherrlichung
des Bösen, weil es das Böse nicht mehr gibt. Es
gibt keine strafenden männlichen Götter mehr,
aber auch keine weiblichen Gottheiten wie die indische Kali,
die griechische Artemis oder die babylonische Inanna, in
denen die Vereinigung des Guten mit dem Bösen zelebriert
worden ist. Diese Gottheiten sind allesamt in der patriarchalen
Zeit entstanden, als die heilige Matrix längst durch
den großen menschheitlichen Irrtum verzerrt worden
war. Die Ikonen der heiligen Matrix, die in vorgeschichtlicher
Zeit geschaffen wurden, sind nicht mehr oder nur noch in
Resten vorhanden; die Gottheiten von damals leben in latenter
Gegenwart, sie warten auf neue Kooperation und Auferstehung.
Während ich dies alles aufschreibe, wirkt die heilige
Matrix als Koordinationsprogramm in meinen Zellen, als Operator
in meinen Gedanken, als Quelle in meiner Vision. Möge
sie auf Leserinnen und Leser übergehen, damit wir gemeinsam
die Lust und die Kraft finden, sie auf die Erde zu bringen.
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