| GLOBALISIERUNG
DES FRIEDENS UND HEILUNG DER ERDE
DAS KONZEPT DER GLOBALEN HEILUNGSBIOTOPE
Die Apokalypse liegt
im Herzen der Zelle,
tief eingeschrieben in den genetischen Kern der Menschheit
als Folge einer fünftausendjährigen Epoche
von Krieg und Trennung, Gewalt und Angst.
Unsere Aufgabe ist es, den Kern zu verändern
durch einen neuen Code des Lebens.
Die Menschheit steckt in einer Sackgasse,
die, wenn sie weitergegangen wird, nur zu einem katastrophalen
Ende führen kann. Vor 40 Jahren waren die Menschen
voller Illusionen, daß alles noch gut gehen könnte,
heute gibt es diese Illusionen nicht mehr. Die Zahl der
täglich gemordeten Menschen und Tiere ist ins Unermeßliche
gestiegen und steigt täglich weiter. Um das Leben auf
der Erde zu retten, um in eine lebenswerte Zukunft blicken
zu können, brauchen wir eine neue Fragestellung, eine
neue Denkrichtung, eine neue Substanz im Inneren des Ganzen.
Wir brauchen etwas, das den ganzen Organismus der Menschheit
verändert.
Um ein lebendiges System verändern zu können,
müssen wir seine Schaltstellen verändern, sein
Informationszentrum, seinen genetischen Code. Wenn es gelingt,
an zentraler Stelle eine neue Information einzugeben, die
vom System aufgenommen werden kann, dann verändert
sich das ganze System. Die Erde ist ein solches System.
Die Beendigung der globalen Zerstörung ist nicht eine
Frage der äußeren Machtverhältnisse, sondern
eine Frage der genetischen Information, die in den Gesamtorganismus
eingegeben wird. Die organische Welt des Lebens funktioniert
homöopathisch: nicht durch Megasysteme, sondern durch
Mikrosubstanzen wird der Gesamtorganismus verändert.
Der intelligente Wille zur Gesamtheilung führt zur
entschiedenen Abwendung vom Gigantismus unserer Zeit.
Eine Zukunft ohne Krieg ist real möglich, sie ist als
Möglichkeit enthalten in der „impliziten Ordnung“
unserer Welt. Wir müssen innere und äußere
Systembedingungen schaffen, um sie aus der impliziten Ordnung
in die explizite (manifestierte) Ordnung zu bringen. Relativ
kleine Gruppen, gut auf der Erde verteilt, reichen aus,
um der Evolution eine neue Richtung zu geben.
Die gegenwärtige Globalisierung
der Gewalt kann nur gestoppt und überwunden werden
durch die Globalisierung einer neuen Friedenskraft, die
"stärker ist als alle Gewalt". Die Herstellung
eines globalen Friedens verlangt eine fundamentale Wandlung
unserer Lebensformen, Liebesformen, Wirtschaftsformen, Siedlungsformen,
Denkformen und Glaubensformen. Diese neuen Formen müssen
anfangs in kleinen Pilotprojekten und Forschungszentren
entwickelt und erprobt werden, bevor sie sich global manifestieren
können. Globale Heilungsarbeit braucht deshalb den
Aufbau solcher Zentren. Wir nennen sie "Heilungsbiotope".
Nicht die futurologischen Superprojekte, die heute geplant
werden, sondern die kleinen planetarischen Modelle, welche
die inneren Fragen des Menschen in die Forschung einbeziehen,
bewirken die Veränderung, die wir heute brauchen.
Heilungsbiotope sind Orte,
wo alle Beteiligten - Menschen, Tiere, Pflanzen, Naturgeister
und kosmische Wesen - in gemeinsamer Evolution und Kooperation
zusammenleben. An die Stelle der alten Ängste und Abgrenzungen
tritt Vertrauen und Kontakt. Die Wiederherstellung von VERTRAUEN
gehört zu den zentralsten Aufgaben der planetarischen
Erneuerung. Heilungsbiotope sind Gewächshäuser
des Vertrauens. Die gewaltfreie und solidarische Kooperation
des Menschen mit allen Mitgeschöpfen ist eine Grundlage
der kommenden Epoche.
Um dieses Ziel erreichen zu können, brauchen wir ein
angstfreies und gewaltfreies Zusammenleben der Menschen.
Das zentrale Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung
unter Menschen. Die mehrtausendjährige Kriegsgeschichte
hat das Verhältnis der Menschen zueinander tief erschüttert.
Als Erblast des kollektiv erfahrenen Leidens sind menschliche
Strukturen von Haß, Mißtrauen, Angst und Gewaltbereitschaft
entstanden, die jeden Frieden verhindern. Ein kollektives
Trauma hat sich in den genetischen Kern der ganzen Menschheit
gesenkt. Im Rahmen einer globalen Friedensarbeit haben wir
heute die Aufgabe, diesen traumatischen Kern aufzulösen
und die darin gebundenen Energien in neue, lebensbejahende
Richtungen zu lenken. Das ist nicht individuelle Therapie,
sondern ein Wandel unserer tiefsten archetypischen Seelenkräfte
und Bilder. Die Lebensbilder, die durch Jahrtausende von
Verfolgung, Trennung und Mangel geprägt worden sind,
sollen umgewandelt werden in archetypische Kräfte der
Wiedervereinigung, der Fülle und der Liebe; die Matrix
der Trennung muß verwandelt werden in die Matrix der
Einheit und Zusammengehörigkeit. Die große Transformation,
an deren Anfang wir stehen, wird nicht zu Ende sein, bevor
die Kräfte der Versöhnung und der Solidarität
mit allen Wesen definitiv eingezeichnet sind in die geistigen
und leiblichen Strukturen unserer Existenz, unserer Gehirne
und unserer Zellkerne. Die Menschheit braucht einen neuen
Code des Lebens. Das genetische Material muß in Richtung
Frieden neu konditioniert werden - nicht durch technische
Gen-Manipulation, sondern durch neue Erfahrungen im großen
Raum unserer irdisch-kosmischen Existenz.
Im Kern der Heilungsbiotope
steht ein neues Verhältnis der Geschlechter. Das kollektive
Trauma betrifft besonders die Geschlechterbeziehung. Hinter
der Qual unerlöster Liebesbeziehungen und unerfüllter
erotischer Träume steckt ein latenter (oder offener)
Geschlechterkampf, der heute mehr Opfer fordert als der
Straßenverkehr. Die Welt leidet an Liebeskummer. Millionen
Liebespaare und Ehepaare würden alles geben, wenn sie
die Freude wieder finden könnten, die sie anfangs miteinander
teilten. Die ungestillte Sehnsucht nach Eros, Liebe, Vertrauen
und menschlicher Heimat ist das Kernthema hinter allen Kulissen
unserer Zeit. Es kann auf der Erde keinen Frieden geben,
solange in der Liebe Krieg ist. Zu den zentralen Aufgaben
der neuen Kulturbildung gehört die Auflösung des
Geschlechtertraumas und die Herstellung eines unverstellten,
glücklichen Zusammenlebens von Frauen und Männern.
Nur so können unterschwellige Haß-Potentiale
aufgelöst werden und Kinder vertrauensvoll in eine
lebenswerte Zukunft hineinwachsen. Wir können von "Heilungsbiotopen"
sprechen, wenn dieser schwierigste Punkt wenigstens in der
Intention erfüllt ist und wenn Menschen mutig genug
sind, für den erotischen Kern der menschlichen Kultur
neue Perspektiven zu schaffen.
Heilungsbiotope sind im
Lebensgewebe der Erde akupunkturhaft kleine Zentren von
einigen Hundert Bewohnern, welche in der Lage sind, im eigenen
Leben die neuen planetarischen Siedlungsformen zu verwirklichen.
Vom Gelingen solcher Modelle wird es abhängen, ob wir
real auf eine Zukunft ohne Krieg hoffen dürfen.
Die neuen Zentren sind sehr komplexe Systeme. Der Erfolg
in der Evolution gehört nicht dem Stärkeren, sondern
dem Komplexeren. Dinge, die lang getrennt waren, müssen
neu verbunden werden: Eros mit Religion, Wissenschaft mit
spiritueller Erfahrung, archaisches Weltbewußtsein
mit moderner Kosmologie, indigene Stammeskultur mit moderner
Organisation, weibliches Quellwissen mit Ökologie und
Gemeinschaft. Kunst und Kult finden wieder zueinander und
öffnen die gemeinsame Quelle, aus der sie gekommen
waren.
Hohe Komplexität bedeutet hohe Synergie. Es ist nicht
eine einzelne Hauptlinie, an die der Heilungseffekt der
neuen Zentren gebunden wäre, sondern es ist die Synergie
des Ganzen. Interdisziplinäres Arbeiten in gegenseitiger
Mitteilung und Transparenz gehört zu den Voraussetzungen
dieser neuen Forschungsgemeinschaften. Die Ethik, als sittliches
Band der Menschenfamilie, findet wieder ihre authentische
Quelle in der Wahrheit und dem Füreinander-Dasein funktionierender
Gemeinschaften. Das ist es, was als Erstes gelernt werden
muß: in funktionierenden Gemeinschaften zu leben.
Das war die erste Aufgabe des Projekts, das wir vor 30 Jahren
gegründet haben - und ist es heute noch.
Die neuen Zentren sind weitgehend autark. Im Rahmen einer
gehobenen Subsistenzwirtschaft kommen neue Technologien
in den Bereichen von Energie, Information,Wasser und Nahrung
zum Einsatz. Das nötige Know how ist weitgehend schon
vorhanden, die Modelle werden seit 30 Jahren entwickelt
und überprüft, sie müssen jetzt gut kombiniert
werden. Das in Tamera/Portugal begonnene Solarvillage (in
dem die neue Solartechnologie von Jürgen Kleinwächter
zur Anwendung kommt), ist ein vielseitiger Versuch in dieser
Richtung. Er soll kombiniert werden mit der von Sepp Holzer
entwickelten ökologischen Aqua- und Permakultur. Neue
Entwicklungen werden dazukommen. Hier ist zweifellos weitere
Forschungsarbeit nötig - und Forschungsgelder!
Heilungsbiotope sind globale
Forschungsstätten, in denen auf der Basis lebendiger
Gemeinschaften konkrete Friedensforschung entwickelt wird,
deshalb unser Terminus "Peace Research Village".
Dieses "Peace" ist global gemeint. Entsprechendes
Gewicht liegt bei der Frage nach der Verallgemeinerbarkeit
der entwickelten Modelle. Globalität bedeutet hier
Verallgemeinerbarkeit. Sobald einige Kernpunkte und Richtlinien
für die neue Besiedelung unseres Planeten gefunden
sind, wird sich von selbst ein globaler Feldeffekt ergeben:
Der planetarische Organismus nimmt die neuen Informationen
in sich auf. Es entsteht im sozialen und kulturellen Bereich
das, was Rupert Sheldrake in der Biologie als "morphogenetische
Feldbildung" bezeichnet hatte. Es werden sich vergleichbare
Zentren an vielen Orten der Erde bilden. Es wird ein Netzwerk
solcher Zentren sein, aus dem die kommende planetarische
Zivilisation hervorgeht.
Eine neue humane Welt kann
nur entstehen durch eine grundlegende Veränderung des
Menschen. Es sind nicht die technischen Megasysteme der
gegenwärtigen Zukunftsplanung, nicht Marskolonien oder
schwimmende Städte, die den Frieden bringen, sondern
es sind kleine futurologische Lebensmodelle, die durch ihre
hochkomplexe Struktur und Integration, durch ihre Aktivierung
von Liebeskräften, durch ihre Einbettung in universelle
Lebensordnungen die genetische Struktur der Biosphäre
verändern. Sie sind die Akupunkturpunkte im globalen
Organismus der Erde. Wenn hier etwas Neues geschieht, wird
- wie bei der Akupunktur des menschlichen Leibes - das Ganze
bewegt und verändert.
Im Namen der Liebe.
Im Namen der Kinder.
Im Namen aller Kreatur.
Weitere Informationen:
Institut für globale Friedensarbeit
c/o Tamera, Monte do Cerro
P-7630 Colos, Portugal
Tel: +351-283-635 484
Fax: +351-283-635 344
Email: info@dieter-duhm.de
Web: www.dieter-duhm.de
Bücher von Dieter Duhm:
- Zukunft ohne Krieg. Theorie der globalen Heilung. Verlag
Meiga.
- Die heilige Matrix. Von der Matrix der Gewalt zur Matrix
des Lebens. Verlag Meiga
- Der unerlöste Eros. Verlag Meiga.
- Ist Friede möglich? Projekterklärung 1 (Broschüre.
Nur erhältlich über: www.dieter-duhm.de)
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