| Sieben
Thesen für eine neue Welt
(Mai 2007)
Das Institut für
globale Friedensarbeit in Tamera/Portugal arbeitet seit
vielen Jahren an der Frage einer Zukunft ohne Krieg. Aus
dieser Arbeit ist das „Projekt der Weltfriedensdörfer“
hervorgegangen. Ein Ziel dieses Projekts ist der Aufbau
eines dezentralen GLOBALEN CAMPUS mit Stützpunkten
in mehreren Ländern. Wir treten jetzt in eine größere
Öffentlichkeit, um einen weltweiten Kreis von Menschen
herzustellen, der bereit ist, am Aufbau des globalen Campus
mitzuwirken und das Projekt der Weltfriedensdörfer
zu unterstützen. Unsere Arbeit orientiert sich an Fragen
zukünftiger Ökologie und Energietechnologie, an
der Erforschung bionischer Strukturen und Kreisläufe,
an neuen Formen der Kooperation mit den Wesen und Kräften
der Natur - und insbesondere am Aufbau neuer Strukturen
für Liebe, Vertrauen und Gemeinschaft. Dazu folgende
sieben Thesen:
1. Die materialistische Epoche
hat ein stolzes Kontra aufgebaut gegen die Seelenkräfte
der Natur, der Liebe, der Religion und gegen übersinnliche
Einwirkungen aller Art. Die geschichtliche Entwicklung war
gelenkt von einem potenten Jüngling, der seine Macht
zeigen wollte. Aber die Zeit der Pubertät ist jetzt
vorbei. Die ausgeklammerten Kräfte müssen in ein
umfassenderes Weltbewußtsein integriert werden.
2. Hinter den sogenannten
„Glaubenskriegen“ unserer Zeit stehen - neben
den Interessen an der Verteilung der Rohstoffe und den entsprechenden
Inszenierungen imperialistischer Mächte - unterschiedliche
Methoden der männlichen Gesellschaft im Kampf gegen
ihre weiblichen Quellen, gegen die Wahrheit der Sexualität,
gegen die Natur unserer Leiber und gegen die Natur der Frauen.
Die Beendigung der „Glaubenskriege“ verlangt
die Auflösung patriarchaler Herrschaftsformen und die
Wiederverbindung der menschlichen Gesellschaft mit den leiblichen
und weiblichen Quellen des Lebens.
3. Im Zentrum globaler Heilungsarbeit
liegt die Auflösung des kollektiven Schmerzkörpers,
der aus den Grausamkeiten einer fünftausendjährigen
Geschichte hervorgegangen ist. Hinter den Krankheiten unserer
Zeit liegt ein tiefer Konflikt und ein kollektives Trauma
im Bereich der Geschlechterliebe. Eine gewaltfreie Kultur
wurzelt in einer neuen Verständigung und Liebe der
Geschlechter. Dazu gehört die vorbehaltlose Anerkennung
sexueller Kräfte und ihre restlose Befreiung von allen
Formen der Lüge und Erniedrigung.
4. Für die endgültige
Beendigung des Geschlechterkampfes und für die Heilung
der Liebe brauchen wir funktionierende Gemeinschaften, in
denen eine elementare Form von Wahrheit, Vertrauen und sozialer
Ethik wachsen kann. „Gewächshäuser des Vertrauens.“
Die Herstellung solcher Gemeinschaften ist - neben der Weltraumfahrt
- das herausragende Abenteuer unserer Zeit. Hier findet
die wirkliche Revolution unserer Vorstellungen und Gewohnheiten,
unserer Prioritäten und Lebensziele statt.
5. Damit diese menschliche Revolution gelingen kann, muß
sie sich verbinden mit „spiritueller Lebenspraxis“,
d.h. mit einer zunehmenden Öffnung unseres Bewußtseins
für die übergeordneten kosmischen/göttlichen
Kräfte allen Lebens. Es ist die Wiederverbindung mit
der Einheit aller Wesen, aus welcher das neue Bewußtsein
für eine Zukunft ohne Krieg hervorgeht. Insbesondere
bedarf es einer Wiederentdeckung der Natur und einer freundschsaftlichen
Kooperation mit allen Mitgeschöpfen.
6. Wir leben am Rande einer
globalen Kastastrophe. Die fünf genannten Punkte sind
keine moralischen Appelle, sondern Bedingungen unserer weiteren
Existenz. Sie müssen an ausgewählten Orten der
Erde modellhaft entwickelt und erprobt werden, bevor sie
ins kollektive Bewußtsein eintreten können. Es
ist deshalb eine globale Aufgabe ersten Ranges, reale Zukunftszentren
(Friedensdörfer, Heilungsbiotope) aufzubauen, in welchen
auf höchstem Niveau menschliche, historische, technologische
und spirituelle Kenntnisse unserer Zeit miteinander verbunden
sind.
7. In diesem Zusammenhang
wurde vor 12 Jahren das Friedensforschungszentrum Tamera
(mit 150 Mitarbeitern) in Portugal gegründet. Die Projekte
und Netzwerke, die zur Zeit weltweit in dieser Richtung
arbeiten, sind noch sehr jung und oft einer heftigen Abwehr
und Diffamierung ausgesetzt. Sie brauchen deshalb unbedingte
wirtschaftliche, politische und publizistische Unterstützung.
Wer im derzeitigen Kampf der Mächte das Leben unzähliger
Wesen, Menschen, Kinder, Tiere retten will, möge mithelfen
am Aufbau einer neuen Erde. (Weitere Informationen .....)
Für eine Zukunft ohne
Krieg. Für die Erlösung der Erde und aller ihrer
Kreatur.
Dieter Duhm
Tamera, 07.05.2007
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