Dr. Dieter Duhm
   Schriften
 

Themenauswahl nach Erscheinungsdatum
• 2008: GLOBALISIERUNG DES FRIEDENS UND HEILUNG DER ERDE
• 2007: AUFBAU FUTUROLOGISCHER ZENTREN
  DEN GLOBALEN KRIEG BEENDEN
  Die 7 Thesen
• 2006: Stellungsnahme zur Lage in NahOst
  Gibt es eine realistische Chance auf einen weltweiten Frieden?
  Theorie der globalen Heilung
  Aufruf zur Kriegsdienst-
verweigerung
• 2005: Die Kriegsgesellschaft und ihre Transformation
• 2004: Das Experiment Monte Cerro
Projekterklärung 1

  Zum Tod von Yassir Arafat
• 2003: Revolution für einen globalen Frieden
Stellungnahme zum Krieg in unserer Zeit.
  Frieden für Palästina
• 2002: Es reicht
Zuerst BSE, jetzt Maul-und Klauenseuche

  Das Projekt der Friedensdörfer
• 2001: BSE-Der Wahnsinn des  Menschen
Terror und Liebe
Eine Nachbesinnung zu dem Anschlag auf die USA

Das Entsetzen in Worte fassen
Gedanken zur aktuellen deutschen Politik
• 1999: Tamera-Manifest
• 1997: Zehn Punkte für Gemeinschaften der Zukunft
• 1992: 12 Thesen für eine gewaltfreie Erde
• 1988: Gewaltlosigkeit
Versuch einer Antwort
• 1986: Die neue Schöpfung
• 1968: Mannheimer Papier

Zwölf Thesen für eine gewaltfreie Gesamtkultur

1 Heimat für die Kinder
In einer gewaltfreien Welt wachsen Kinder auf in Geborgenheit und absolutem Vertrauen. Die Zukunft der Menschheit entscheidet sich an ihren Kindern. Aus einer mißtrauischen oder gewalttätigen Kindheit gehen keine humanen Menschen hervor. Schafft den Kindern eine Heimat, wo sie ihren Eltern wieder vertrauen können.

2 Liebe und Vertrauen
Gewaltfreies Handeln und humanes Denken kommen aus der Liebe. Liebe kommt aus Vertrauen, Vertrauen kommt aus der Wahrheit. Schafft Lebensräume, die dem Menschen keinen Anlaß mehr geben zu Lüge und Angst. Schafft die sozialen und ökologischen Grundlagen der Liebe. Vertrauen und Liebe sind die tiefsten Heilungskräfte für alle Kreatur.

3 Sexualität
Sexualität ist eine Elementarkraft des Lebens und der Daseinsfreude. Sexualität ist frei, sie kann nicht durch Eheverträge und ängstliche Zäune reglementiert werden, aber sie braucht Wahrheit und Vertrauen. Schafft die sittlichen und sozialen Voraussetzungen für freie Sexualität.

4 Partnerschaft
Partnerschaft ist eine hohe Form der Geschlechterbeziehung. Sie wurzelt in einer gemeinsamen geistigen Grundlage. Sie steht keineswegs im Gegensatz zur freien Sexualität, denn sie ist frei von Eifersucht. Wirkliche Partnerschaft ist das tiefste Modell einer gewaltfreien und angstfreien menschlichen Beziehung. Schafft die geistigen Grundlagen für eine Partnerschaft ohne Eifersucht.

5 Gemeinschaft
Die natürliche Einbettung des Menschen ist die Gemeinschaft. Nur in einer organischen Gemeinschaft können die natürlichen Werte von Wahrheit, Vertrauen, Solidarität und verantwortlicher Teilnahme ohne philosophische Spitzfindigkeiten verwirklicht werden. Die gewaltfreie Gesellschaft des Menschen ist ein Netzwerk kommunitärer Gemeinschaften. Nur so wird der Ursprungsgedanke des Sozialismus menschlich verwirklicht werden. Schafft funktionierende Gemeinschaften.

6 Freiheit und Autonomie des Individuums
Eine freie Welt besteht aus freien Menschen, die sagen, was sie denken, und zeigen, was sie fühlen. Sie sind niemandem untergeordnet außer ihrem eigenen Wissen und Gewissen. Die vollendete Gemeinschaft ist eine Basisdemokratie freier Menschen. Sie ist ein menschliches Kollektiv, aber sie wird nicht kollektivistisch geführt im Namen eines Führers oder einer Ideologie. Individuum und Gemeinschaft sind gleichrangige und sich ergänzende Kräfte in einer gewaltfreien Welt.

7 Denken
Der reflektierende Intellekt ist eine junge und starke Frucht am Baum der Evolution. Freies, schöpferisches Denken ist die Überwindung aller vorgefertigten Ideologien. Die Geheimnisse des Daseins stehen außerhalb aller wissenschaftlichen oder religiösen Nomenklatur. Individuelle Autonomie entsteht aus furchtlosem Denken. Überschreitet die Glaubensbekenntnisse eurer wissenschaftlichen und politischen Systeme. Schafft Universitäten für die Wachstumskräfte des freien Denkens.

8 Religion
Sie gehört, wie der Eros und das Denken, zu den elementaren Daseinskräften des Menschen. Wir leben in einem endlosen, leuchtenden Universum, und alles, was wir sind und was uns umgibt, kommt aus diesem Universum des Alls. Spirituelle Liebe ist die Verbundenheit mit dem Ganzen. Wir brauchen dazu kein religiöses Bekenntnis und keine fertige Antwort. Die Antwort kommt durch die religiöse Erweiterung des Geistes. Schafft einen freien religiösen Geist ohne Gesetz und ohne Dogma.

9 Natur
Sie ist unsere Einbettung ins Haus der Schöpfung. Wir sind aus ihr hervorgegangen wie das Kind aus dem Mutterleib. Im Geheimnis der Natur liegt das Geheimnis des menschlichen Lebens. Was wir der Natur antun, das tun wir uns selber an. Umwelt und Inwelt sind zwei Seiten derselben Welt. Pflegt die Natur, entwickelt eure Aufmerksamkeit für die Wachstumsvorgänge, ihre Rhythmen und Zusammenhänge. Kooperation mit ihren Lebenskräften und Ehrfurcht vor dem Leben sind Voraussetzungen einer gewaltfreien menschlichen Kultur.

10 Tiere
Beendet alle Grausamkeiten an Tieren. Sie gehören wie wir zum Lebenskörper der Biosphäre. Sie sind beseelte Wesen wie wir, nur auf anderer Entwicklungsstufe. In einer gewaltfreien Kultur gibt es weder Walfang noch Schlachtviehhaltung noch Pelztierzucht. Schafft Daseinsräume für angstfreie Lebensgemeinschaften von Mensch und Tier. Tiere sind nicht da, um sie zu töten, sondern um an ihnen sehend zu werden.

11 Biotope der Heilung
Alle aufgeführten Gedanken verbinden sich in einem neuen Biotop der Heilung. Ein solches Biotop enthält die Gesamtinformation für eine gewaltfreie Daseinsweise auf dem Planeten Erde. Schafft Pilotmodelle für diese Gesamtinformation. Schafft internationale Plätze oder Zentren, wo die sozialen, technischen, ökologischen und geistigen Strukturen so angelegt sind, daß darin die Heilungskräfte des Lebens <196> Vertrauen, Eros, Logos und Symbiose <196> in optimaler Weise gefördert werden.

12 Netzwerk des Menschen
In allen Ländern und Kulturen der Erde gibt es heute Menschen, welche die Notwendigkeit einer positiven Revolution im Inneren wie im Äußeren unwiderruflich erkannt haben. Sie alle bringen einen bestimmten Gedanken mit, eine bestimmte Überzeugung, einen bestimmten Aspekt in die Gesamtschau der vor uns liegenden Arbeit. Nicht Apparate, sondern Menschen entscheiden heute über die Möglichkeit einer lebenswerten Zukunft. In diesem Sinn möchten wir einladen zur Initiative für eine gewaltfreie Erde.

Dieter Duhm