das Experiment Monte
Cerro - Projekterklärung
1
Ökologische und Mitmenschliche
Strukturen für die Heilung des Lebens auf der Erde
TEIL I
DAS PROJEKT IM ERSTEN ÜBERBLICK
Die Entwicklung der Menschheit
scheint in eine Sackgasse zu laufen, die mit herkömmlichen
Mitteln nicht mehr überwunden werden kann. Die Arbeit
von Abteilungen der UNO, von NGO-Gruppen und unzähligen
Friedensprojekten ist wichtig und unerläßlich,
kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß
kaum noch eine positive Zielorientierung von globaler Größenordnung
existiert. Unter den gegebenen Voraussetzungen ist eine
überzeugende Perspektive für ein gewaltfreies
Zusammenleben der Bewohner unseres Planeten nicht mehr erkennbar.
Um günstigere Voraussetzungen zu schaffen, müßten
Zentren entstehen, in denen ein gewaltfreies Zusammenleben
des Menschen mit allen Mitgeschöpfen exemplarisch durchdacht
und entwickelt werden kann. Der reale Aufbau solcher Zentren
ist das Ziel des Projekts der Heilungsbiotope.
Das Projekt besteht im Aufbau
internationaler, möglichst autarker Gemeinwesen, in
denen die Lebensbedingungen für eine gewaltfreie Zukunft
erforscht und verwirklicht werden. Es ist das Resultat einer
langjährigen Forschungsarbeit in Deutschland, der Schweiz
und in Portugal, wo einige Gruppen an einem Konzept gearbeitet
haben, um auf die weltweite Globalisierung der Gewalt mit
neuen Gedanken für eine weltweite Globalisierung des
Friedens zu antworten. Inzwischen bestehen enge Kontakte
zu Gruppen in Kolumbien (Gloria Cuartas), Indien (Maria
Mangte, Vasamalli Kurtaz vom Stamm der Todas), Kroatien
(Balkan Sunflowers) und vor allem in Israel und Palästina
(Neve Shalom, Hamakom, Hopeflower School, CCRR, etc.)
Die neuen Zentren nennen sich „Heilungsbiotope“
oder „Friedensdörfer“. Das erste entsteht
seit einigen Jahren in der Zukunftswerkstatt Tamera im südlichen
Portugal. Das nächste ist geplant für Israel/Palästina.
Was in den Zentren entwickelt werden soll, ist eine Art
„Biosphäre 2“, aber nicht mehr als abgeschlossenes
Ökosystem wie in Arizona, sondern als ein neues Lebenssystem,
welches in der Lage ist, die Lebensbereiche von Mensch und
Natur, Soziosphäre und Biosphäre gewaltfrei zu
verbinden und in den menschlichen Gemeinschaften die dafür
notwendigen inneren (sozialen, menschlichen, spirituellen)
Voraussetzungen zu schaffen.
Im Rahmen dieses Projekts
soll auf dem 134 ha großen Gelände des Heilungsbiotops
1 Tamera vom 1. Mai 2006 an das dreijährige Experiment
„Monte Cerro“ mit 200 Teilnehmern durchgeführt
werden. „Monte Cerro“ ist der (vorläufige)
Name des Experiments und die portugiesische Bezeichnung
des Geländes, auf dem es stattfindet. Die 200 Teilnehmer
des Experiments sollen drei Jahre lang zusammen leben, zusammen
arbeiten, zusammen denken. Es sollen die Möglichkeiten
menschlichen Zusammenlebens und eines Zusammenlebens von
Mensch und Natur erforscht werden. Dabei sollen alle Fragen
des Zusammenlebens – soziale Organisation, Geschlechterrollen,
Ökologie, Ethik etc. – neu betrachtet werden.
Es dreht sich um die Frage: Wie erzeugen wir reale Lebensstrukturen
ohne Angst und Gewalt? Unter welchen Bedingungen könnte
eine solidarische menschliche Kultur entstehen? Gibt es
neue Lösungsmöglichkeiten für das zentrale
Thema von Liebe, Sexualität und Partnerschaft? Wie
entsteht Vertrauen? Wie entsteht Glück? Wie entsteht
eine neue Integration der menschlichen Welt in die höheren
Ordnungen des Lebens und der Schöpfung?
Das Gelände des Heilungsbiotops
1 Tamera besaß am Anfang keine bewohnbare Struktur,
weder Wasser noch Strom noch Unterkünfte (außer
einigen ausbaubaren Bauruinen). Bewußt wählte
die startende Forschungsgruppe einfachste Lebensverhältnisse,
um von dieser Ausgangssituation her neue Lösungsmodelle
zu entwickeln. Auf dem Gelände leben heute ca. 80 Menschen
in provisorischen Unterkünften, um die für das
Experiment notwendige Infrastruktur vorzubereiten. Gesucht
werden Fachleute, vor allem für Technologie (Wasser,
Information, Energieversorgung), Ökologie, Architektur,
Unfallmedizin, Werkstatt und Verwal-tung. Außerdem
werden dringend Gelder für die Vorbereitungen gebraucht.
Hierfür ist die Gründung einer gemeinnützigen
Stiftung in der Schweiz geplant.
Das Projekt enthält
folgende Grundgedanken:
Erstens: Die äußere (wirtschaftliche,
militärische) Gewalt, die heute global gegen Natur,
Völker und Biosphäre ausgeübt wird, ist verbunden
mit einer inneren (seelischen, geistigen) Zerrüttung
und Entwurzelung des menschlichen Lebens auf der Erde. Die
ökologische und die psychologisch/spirituelle Zerstörung
sind zwei Seiten desselben Gesamtproblems. Sie können
nur in der Zusammenschau richtig verstanden und gelöst
werden.
Zweitens: Die aus der Zerstörung hervorgehenden menschlichen
Probleme sind die Folge einer kollektiven Zivilisationskrankheit
und können deshalb nicht allein auf individueller Ebene
gelöst werden. Die „Therapie“ erfordert
den Aufbau neuer menschlicher und ökologischer Lebenssysteme.
Drittens: Ein Friedensprojekt kann im Äußeren
so viel Frieden bewirken, wie es in seinem menschlichen
Inneren erreicht hat. Zur Außenarbeit gehört
deshalb die Innenarbeit im Sinne einer Selbstveränderung
aller Beteiligten.
Viertens: Die Heilung des Inneren verlangt eine Heilung
im Liebesbereich, denn hier liegen die größten
Verletzungen. (siehe den Anhang der umfassenden Projekterklärung).
Fünftens: Die anstehende planetarische Heilungsarbeit
erfordert eine umfassende Kooperation des Menschen mit allen
Wesen der Natur und eine neue Einbettung der menschlichen
Gesellschaft in die höheren Ordnungen des Lebens und
der Schöpfung.
Zu errichten sind deshalb
neue soziale Gemeinwesen, in denen diese Richtlinien einer
gewaltfreien Zukunft beachtet und verwirklicht sind. Das
ist nicht ein privates Projekt, sondern ein Projekt der
Menschheit. Das Experiment „Monte Cerro“ ist
ein weiterer Schritt auf dem Weg der Verwirklichung.
TEIL
II
DER GLOBALE GEDANKE
Die Entwicklung der
Menschheit scheint in eine Sackgasse zu laufen, die mit
herkömmlichen Mitteln nicht mehr überwunden werden
kann. Die Arbeit von Abteilungen der UNO, von NGO-Gruppen
und unzähligen Friedensprojekten ist wichtig und unerläßlich,
kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß
kaum noch eine positive Zielorientierung von globaler Größenordnung
existiert. Unter den gegebenen Voraussetzungen ist eine
überzeugende Perspektive für ein gewaltfreies
Zusammenleben der Bewohner unseres Planeten nicht mehr erkennbar.
Um günstigere Voraussetzungen zu schaffen, müßten
Zentren entstehen, in denen ein gewaltfreies Zusammenleben
des Menschen mit allen Mitgeschöpfen exemplarisch durchdacht
und entwickelt werden kann. Der
reale Aufbau solcher Zentren ist das Ziel des Projekts der
Heilungsbiotope.
Das
Projekt vertritt in zweifacher Hinsicht einen globalen,
planetarischen Aspekt:
Erstens: Durch die Ökonomie
der Globalisierung wird die gesamte Menschheit aus ihren
Ankern gerissen. Solche Anker sind oder waren: Das Stück
Erde, das man bewohnte und von dem man lebte, das Leben
in Stamm und Großfamilie, organische Gemeinwesen mit
weitgehend autarker Wirtschaftsweise, Einbettung in Natur
und Schöpfung, Heimat im Schutz eines übergeordneten
Ganzen. Diese natürliche Verankerung spiegelt sich
wieder in einem inneren Wertesystem von Wahrheit, Vertrauen,
Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung, Gastfreundschaft,
Nachbarschaftshilfe und Pflege für die natürliche
Umwelt. Dieses natürliche Wertesystem ist durch einen
geschichtlichen Prozeß der Entwurzelung zerrissen
worden. Durch die Totalität der kapitalistischen „Kolonisation“
(Edward Goldsmith) und Wirtschaftsweise verlieren Milliarden
von Menschen ihren inneren und äußeren Anker,
ihre menschlichen Grundwerte, ihre Heimat, ihr Vertrauen
und ihren Sinn im Leben. Der ökologischen und militärischen
Zerstörung im Äußeren, die zwangsläufig
mit der kapitalistischen Kolonisation verbunden ist, entspricht
ein maßloses menschliches Elend im Inneren. Dazu gehört
auch die epidemieartige Zunahme von Kriminalität, Drogensucht,
Alkoholismus, Gewalttätigkeit, Depression und psychosomatischen
Erkrankungen. Aus diesem Zusammenhang erklären sich
auch die Kriege unserer Zeit, die mit einer epidemischen
Raserei des Tötens und Vernichtens betrieben werden.
Es ist offensichtlich, daß die Menschheit neue Formen
des Lebens finden muß, um die Epoche des Schreckens
beenden zu können.
Aus dieser globalen Schau der Dinge ergibt sich von selbst
die absolute Not-wendigkeit, neue Gemeinwesen aufzubauen,
in denen die Bewohner ihre natürlichen Werte und Ressourcen
auf neuer Ebene wiederfinden können. In den Heilungs-biotopen
sollen solche Gemeinwesen modellhaft aufgebaut werden. Es
sollen dabei keine alten Systeme kopiert, sondern neue entwickelt
werden.
Zweitens:
Durch die in der Globalisierung angestrebte „neue
Weltordnung“, mit bargeldlosem Warenverkehr und elektronischen
Identitätsmarken, mit sogenannten „Freihandelszonen“
und Austilgung aller einheimischen Subsistenzwirtschaften
wird ein wachsender Teil der Erdbevölkerung (Indigene,
Arme, Arbeitslose, Landlose, Kranke, Oppositionelle, Freiheitskämpfer,
Wahrheitssucher, autonome Denker und unliebsame Erfinder)
aus der Güterversorgung ausgeklammert. Außerdem
wird infolge der steigenden Arbeitslosigkeit die allgemeine
Kaufkraft sinken und damit einen Teil der Produktion sinnlos
machen, wodurch wiederum die Arbeitslosigkeit steigt. Auf
diese Weise entsteht ein globales Vakuum von besonderer
Art, denn der aus dem Weltwirtschaftssystem herausfallende
Teil der Erdbevölkerung braucht eine neue Lebensmöglichkeit.
Auch hier könnten die Heilungsbiotope eine Lösungsmöglichkeit
bzw. ein Angebot präsentieren. Zu schaffen sind neue,
von Banken, Konzernen und Staaten unabhängige Gemeinwesen
mit weitgehend autarker Versorgung in allen lebenswichtigen
Bereichen. Es handelt sich in gewisser Weise um eine „Rückkehr“
zu lokalen, auf Gemeinschaft basierenden Wirtschaftssystemen,
aber in Verbindung mit neuen Technologien und mit neuen
sozialen Strukturen einschließlich eines neuen Verhältnisses
der Geschlechter (siehe Anhang).
Wie können lokale
Gruppen zu einer globalen Wirkung kommen? Wie können
sich die Bedingungen eines strukturellen Friedens, die an
wenigen Orten geschaffen wer-den, auf die ganze Erde auswirken?
Die Antwort ergibt sich aus den Eigentümlichkeiten
holistischer (ganzheitlicher) Systeme. Die Menschheit bildet
zusammen mit dem gesamten Leben auf der Erde ein holistisches
System. Das Ganze wirkt in jedem Teil – und umgekehrt:
was immer in einem Teil geschieht, wirkt auf das Ganze.
Diese Wirkung kann minimal sein, sie nimmt aber zu mit der
Bedeutung, welche die lokale Veränderung für das
Ganze hat. Bei hoher Bedeutung entwickelt sich im Ganzen
ein Vorgang, der sich mit den Begriffen der „Resonanz“,
der „Iteration“ und der „morphogenetischen
Feldbildung“ beschreiben läßt. Dies ist
der entscheidende Vorgang für die Ausbreitung einer
globalen Friedenskraft. (Ich habe diesen Vorgang in meinem
Buch „Die Heilige Matrix“ ausführlicher
beschrieben). Wird in einen Organismus eine Information
eingegeben, die genügend komplex, genügend wichtig
und genügend kompatibel ist mit dem Ganzen, so wirkt
diese Information in allen Zellen. Wird in den Informationskörper
der Erde eine Information eingegeben, die wichtig ist für
ein gewaltfreies Zusammenleben der Geschöpfe, so gerät
die geistige Schicht der Erde (Noosphäre) in einen
„angeregten Zustand“; die eingegebene Information
wirkt latent in allen Geschöpfen. Wird die Information
eingegeben durch real existierende Heilungsbiotope, so entsteht
ein globales Wahrscheinlichkeitsfeld für die Entstehung
ähnlicher Lebensformen an vielen Orten der Erde. Entscheidend
für den Erfolg solcher Friedensprojekte ist nicht,
wie groß und stark sie sind (im Vergleich zu den bestehenden
Gewaltapparaten), sondern wie umfassend und komplex sie
sind, wie viele Elemente des Lebens sie auf gute Weise in
sich zusammenfügen und vereinigen. In den Feldbildungen
der Evolution gilt nicht das „Recht des Stärkeren“,
sondern der „Erfolg des Umfassenderen“.
Andernfalls hätte sich keine neue Entwicklung durchsetzen
können, denn sie haben alle „klein und unscheinbar“
begonnen (Teilhard de Chardin).
In diesem Zusammenhang können wir eine zentrale Forschungsfrage
der Heilungsbiotope so formulieren: Welche sozialen, ökologischen,
ökonomischen, spirituellen Voraussetzungen sollten
verwirklicht werden, damit – beim heutigen Stand unserer
Evolution – die für die planetarische Heilungsarbeit
erforderliche Gesamtinformation entstehen kann?
Das Hauptproblem liegt nicht in der Frage, ob die neuen
Zentren global wirksam werden können, sondern ob wir
in der Lage sind, sie real zu erschaffen. Gerade weil sie
ein Teil des Ganzen sind, hängt auch die Last des Ganzen
an ihnen. Gelingen können sie nur, wenn sie auf jenen
„universellen Grund“ gehen, den sie mit dem
Ganzen gemeinsam haben. Dieser universelle Grund ist die
unversehrbare Basis aller Menschen, ihre gemeinsame Quelle
und Mitgift, ihr göttlicher Kern. Er zeigt sich in
der Fähigkeit zur Wahrheit, zur Liebe und zur Anerkennung
einer höheren Ordnung des Lebens. Die neuen Gemeinschaften
beginnen global zu wirken, wenn sie im Gewebe der Menschheit
diejenige Dimension gefunden haben, in der alle Erdbewohner
miteinander und mit allen Geschöpfen des Lebens verbunden
sind. Auf dieser Grundlage konvergieren und vereinigen sich
die Fragmente des Lebens, die so lange getrennt waren: Mann
und Frau, Mensch und Mensch, Sexualität und Geist,
Eros und Agape, Mensch und Natur, Mensch und Gott. Hier
zeigt sich die unabweisbare spirituelle Dimension zukünftiger
Heilungsarbeit. Heilung ist die Rückkehr aus der Verbannung,
die Aufhebung des Urschmerzes, der in der Trennung bestand.
TEIL
III
DAS EXPERIMENT MONTE CERRO
Wir beginnen mit einem Gedankenexperiment.
Man stelle sich vor, der Weltengeist kommt zu einer Gruppe
von 200 Menschen und gibt ihnen folgende Aufgabe: „Ihr
sollt herausfinden, unter welchen Bedingungen die Erde geheilt
werden könnte. Dafür stehen euch euer Geist, euer
Leib, eure Kommunikationsfähigkeit und das gesammelte
Wissen der Menschheit zur Verfügung. Zunächst
einmal müßt ihr herausfinden, wie ihr selbst
untereinander und mit den Geschöpfen der Natur auf
eine gewaltfreie, heilende Weise zusammenleben könnt.
Fangt noch einmal von vorne an und benutzt eure gesamte
Intelligenz, euer gesamtes Wissen und Können, eure
gesammelte Kraft der intuitiven Schau und Visionsbildung,
um einen gemeinsamen Weg zu finden. Das Leiden der Welt
einschließlich eures eigenen ist von Menschen verursacht
worden, es kann auch durch Menschen geheilt werden, wenn
der Weg dafür gefunden wird. Ich gebe euch für
dieses Forschungsprojekt drei Jahre Zeit. Bis dahin sollten
die wesentlichen Bahnen des Heilungsvorgangs gefunden sein.
Öffnet euren Geist für meine Gegenwart, denn ich
helfe euch, wenn ihr Hilfe braucht. Ich wünsche euch
viel Mut und Entdeckerfreude bei eurer Arbeit.“
Tatsächlich haben wir
vor, diese Geschichte in die Tat umzusetzen. Viele Menschen,
die den apokalyptischen Druck der Zeit spüren, sind
jetzt bereit, mit vollen Kräften in einem Projekt von
dieser Größenordnung mitzuarbeiten. Wir beginnen
nicht mit einer Tabula rasa, denn das Projekt befindet sich
seit 25 Jahren in Vorbereitung. Dabei ist eine sehr erfahrene
Gruppe von Arbeitsleitern entstanden: Sabine Lichtenfels
(Mitbegründerin des Gesamtprojekts), Rainer Ehrenpreis,
Paul Gisler, Barbara Kovats, Roland Luder, Gabriele Brüggemann,
Oskar Eckmann u.a. Sie werden das Projekt auch weiterhin
mittragen und für die Präzisierung der einzelnen
Arbeitsbereiche eine zweite Projekterklärung herausbringen.
Außerdem betreibt Tamera seit 4 Jahren eine Friedensschule,
in der vor allem junge Menschen auf die Aufgaben und Berufe
in der kommenden Friedensarbeit vorbereitet werden. Zur
Ausbildung gehören theoretischer Unterricht, handwerkliche
Ausbildung, geschichtliche Expeditionen und gelegentliche
Einsätze in Krisengebieten. (Diese Dinge sind ausführlich
beschrieben worden in den letzten Nummern der Projektzeitung
„IGF-Magazin“.)
Um 200 Menschen drei Jahre lang aufnehmen zu können
(auch in der Regenzeit), ist eine solide Infrastruktur erforderlich:
Unterkünfte, sanitäre Anlagen, Versammlungsräume,
Energieversorgung, Wasserversorgung etc. Außerdem
verlangt der Modellcharakter des Experiments eine weitgehend
autarke Versorgung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und
Energie. Da sich die kommenden Heilungsbiotope von der Mittäterschaft
bestehender Versorgungssysteme und Wirtschaftsweisen entbinden
müssen, ist das Gebot einer optimalen Selbstversorgung
nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ethische
Forderung. Wir müssen wieder wissen, woher die Nahrung
kommt, die wir zu uns nehmen. Nach und nach gilt dies auch
für die anderen Konsumbereiche. Das Experiment von
„Monte Cerro“ hat 134 ha karges Land zur Verfügung,
um daraus ein fruchtbares Biotop zu machen. Durch die Erfahrungen
mit Permakultur (Holzer, Fukuoka etc.), mit Pflanzenkommunikation
(Findhorn, Dorothy Maclean), mit Friedensgärten (Eike
Braunroth), mit Aquakultur und Wasserheilung (Schauberger
und andere), mit Solartechnologie (Kleinwächter und
andere), mit Energiearbeit und Geomantie (Pogacnik und andere)
könnten neue ökologische Konzepte entstehen, die
über den Platz hinaus Bedeutung haben. Boden und Vegetation
der ganzen Region brauchen dringend eine umfassende ökologische
Heilung. Wir suchen inspirierte Fachleute, die in der Lage
sind, sachgemäße Konzepte zu entwickeln für
Gartenbau, Bodensanierung und Landschaftsgestaltung. Es
wäre gut, wenn sie schon vor Beginn des Experiments
mit ihrer Arbeit beginnen könnten.
Ein neues Verhältnis
zu Natur und allen Mitgeschöpfen
Für den Umgang mit der Natur gilt
das Prinzip von Albert Schweitzer: Ehrfurcht vor dem Leben
und Achtung gegenüber allen Mitgeschöpfen. Dazu
gehört auch ein Wohnsystem, welches sich in die Natur
einfügt und auch den Tieren einen Platz gibt, wenn
sie den Kontakt zu Menschen suchen. Das gilt nicht nur für
die anerkannten Haustiere, sondern auch für Tiere wie
Mäuse, Ratten, Siebenschläfer, Vögel oder
Kröten. Sie haben einen wichtigen Platz in der Schöpfung.
Überhaupt gehört zu den Zielen der Heilungsbiotope
ein anderer Umgang mit den Lebewesen der Natur, auch eine
gewaltfreie Einstellung zum sogenannten Ungeziefer. Denn
sie alle sind Teil der großen Familie, die wir das
Leben nennen. Die Naturwesen (Devas) folgen einer geistigen
Orientierung, die auf Kooperation mit dem Menschen ausgerichtet
ist. Mensch und Tier bilden eine planetarische Gemeinschaft.
In der Heiligen Matrix der Schöpfung sind sie nicht
auf Krieg, sondern auf Koevolution und Kooperation angelegt.
Wir arbeiten nicht nur fürs eigene Überleben,
sondern wir arbeiten am Modell einer gewaltfreien, nachhaltigen
Ökologie im Einklang mit den Lebensgesetzen der Biosphäre.
Grundlagenforschung:
Strukturen der Wirklichkeit
Neben den praktischen Projekten wird
es im (geplanten) Universitätsbereich eine Abteilung
für Grundlagenforschung geben: Energieforschung (Nutzungsmöglich-keiten
der „freien“, kosmischen Energie etc.), Materieforschung
(was ist eigentlich Materie?), Wasserforschung, Strömungsforschung
(Alfred Wakeman, Theodor Schwenk, Victor Schauberger), Schwingungs-
und Resonanzforschung. Lebens-forschung. Funktions- und
Strukturlogik in lebendiger Materie. Ein anderes Prinzip
der Kraft. Die Wirkungsweise von Feldkräften. Das Phänomen
der „Synchronizität“ von geistigen und
materiellen Ereignissen. Das Prinzip der spirituellen Anziehung.
Feinstoffliche Energie- und Informationskreisläufe.
Harmonikale Forschung. Wirkung von Klängen auf Lebensvorgänge,
Bedeutung der Eiform etc. Die Grundlagenforschung zielt
auf technologische und ökologische Erneuerungen, wird
sich aber zunehmend mit Bewußtseinsforschung verbinden,
da es letztlich geistige Kräfte sind, welche das Leben
der materiellen Welt steuern. Den Strukturen der Wirklichkeit
liegt eine geistige Matrix zugrunde. Deshalb ist eine Heilungsarbeit,
die auf Veränderung unserer materiellen Umwelt gerichtet
ist, immer auch eine Arbeit an der geistigen Matrix. (Dazu
gehören nicht zuletzt geistige Forschungsbereiche wie
„Gebetsforschung“, Meditation, Ethik, Visionsarbeit
etc.).
Kunst
Zum kulturellen Leben des Projekts gehören
alle Formen künstlerischen Arbeitens: Malerei, Musik,
Tanz, Theater, Steinsetzungen und Skulpturen zur Landschafts-heilung,
Geländegestaltung und manches andere. Es geht dabei
unter anderem um das Wiederfinden von Gestaltungsprinzipien,
die in der Schöpfung selbst angewendet werden, zum
Beispiel: absichtloses Handeln mit hoher Treffsicherheit,
anstrengungsfreie Konzentration und ein spielerischer Umgang
mit Schwierigkeiten (Wu-Wei und Mo-chi-chu im Taoismus).
Kunst ist in diesem Sinne die Anwendung von autonomen Schöpfungsvorgängen
in bewußter Gestaltung, sie nähert sich so dem
ursprünglichen Zusammenhang von Kunst und Kult. Durch
gemeinschaftliche Aktionen und humorvolle Rituale wird Freude
und kreative Energie erzeugt. Künstlerisches Handeln,
wie es beispielsweise in unserem Kunstband „Die Wäscheleine“
dokumentiert ist, gehört zum Heilungsprozeß der
kommenden Kultur. Geplant sind die Errichtung einer Kunsthalle
als Galerie und Theaterraum, eines Freiluftateliers und
eines speziellen Gebäudes („Futuroskop“)
für die Aufführung futuristischer Theaterstücke.
Weitere Arbeitsbereiche
(Für die Gestaltung der menschlichen
Infrastruktur und den Aufbau der verschiedenen Arbeitsbereiche
wird eine weitere Projekterklärung ausgearbeitet. Hier
seien nur die wichtigsten Bereiche erwähnt, für
die weitere Mitarbeiter und Fachkräfte gebraucht werden.)
Werkstatt, Handwerk und Technik – Aufbau des Jugendplatzes
- Jugendschule – Kinderaufwachsen – Gästebereich
– Pferdehof – Kunsthandwerk – Laden –
Heilung – politische und menschliche Netzwerkarbeit
– Medienagentur und Verlag – Computer –
Tagungsfirma – Küche, Ernährung etc. - Verwaltung
– Ökonomie – Ökologie ...
Alles dies kann langfristig
nur gelingen auf der Grundlage einer menschlich funktionierenden,
stabilen Gemeinschaft. Damit sind wir beim Thema Gemeinschaft,
einem Kernthema des Projekts, welches nicht in wenigen Sätzen
umrissen werden kann. Wir können die besten Ziele nicht
verwirklichen, wenn wir nicht in der Lage sind, funktionierende,
überlebensfähige Gemeinschaften zu gründen.
Der ökologische Humanismus braucht eine neue soziale
Struktur. Im menschlichen Zusammenleben der langen Projektgeschichte
sind erstaunliche Erfahrungen gesammelt worden, die uns
zu tieferen Gedanken über Gemeinschaftsbildung und
zwischenmenschliche Solidarität veranlaßt haben.
Ich habe sie deshalb in den Anhang gebracht. Damit Gemeinschaften
in unserer Zeit funktionieren können, brauchen wir
unter anderem ein neues Konzept für das Zusammenleben
der Geschlechter und eine neue Vision der Liebe. Auch dies
möchte ich im Anhang näher beleuchten.
Einige Fragen des Experiments
200 Menschen sollen lernen, wie man
harmonisch zusammenleben und arbeiten kann. Sie sollen außerdem
mitarbeiten an den geschichtlichen und menschheitlichen
Themen unserer Zeit und einen Weg der Heilung finden. Es
ist eine kleine Modellgesellschaft, wo die grundlegenden
Fragen noch einmal neu gestellt werden müssen, ohne
auf fertige Antworten zurückzugreifen:
- Wieviel Führung braucht eine Gemeinschaft von dieser
Größenordnung?
- Wie kann eine effiziente Koordination der verschiedenen
Arbeitsbereiche ge-währleistet werden?
- Wie ist das gesunde Verhältnis von individuellen
Freiräumen und Erfordernissen der Gemeinschaft?
- Durch welche Lebens- und Arbeitsformen werden in den Einzelnen
ihre höchs-ten Potentiale geweckt?
- Was ist es, was einen Menschen dauerhaft glücklich
macht?
- Wie können Konflikte gelöst werden?
- Wie können die Schwierigkeiten im Verhältnis
der Geschlechter aufgelöst werden?
- Wie können die Mitgeschöpfe der Natur in die
Friedensarbeit einbezogen werden?
- Wie sieht das Zusammenleben mit Tieren aus, die sich ungerufen
in Häusern und Gärten einnisten, weil sie die
Nähe des Menschen suchen (Vögel, Mäuse, Ratten,
Kröten, Schlangen, auch das sogenannte „Ungeziefer“)?
- Wie kann man mit den Naturwesen (Devas) kommunizieren?
- Wie sehen sinnvolle Unterrichtsprogramme für die
Jugend aus?
- Wie kann ein gesundes Aufwachsen der Kinder ermöglicht
werden?
- Was ist eine gesunde Ernährung?
- Wie kann das Quellwasser und Trinkwasser vitalisiert werden?
- Wie kann man den gemeinsamen Konsum auf mittäterfreie
Produkte beschränken, ohne in falsche Askesevorstellungen
zu geraten oder auf das Stadium von Höhlenmenschen
hinabzusinken?
- Wie baut man Recyclingsysteme mit maximaler Abfallverwertung.
(„Die Natur kennt keinen Abfall.“)
- Wie kann man lange und konzentriert arbeiten, ohne zu
ermüden?
- Worin besteht eine aus eigener Erfahrung kommende spirituelle
Lebenspraxis?
- Wie kann eine lebendige Netzwerkarbeit organisiert werden?
- Wie kann bei der Fülle der Aufgaben eine gemeinsame
Schwingung von Ruhe und Freude erzeugt werden?
Wir gehen davon aus, daß nicht alle diese Fragen eine
fertige Antwort finden werden, denn wir befinden uns in
einem werdenden Universum. Wir glauben aber, daß sich
bei guter Arbeit die Richtungen für überzeugende
Lösungen herauskristallisieren werden. Es geht darum,
einen neuen Weg zu finden für das Zusammenleben im
menschlichen Biotop. Einen Weg, wo sich die menschliche
Ordnung wiederverbinden kann mit den höheren Ordnungen
des Lebens und der Schöpfung.
Der spirituelle Anker
Alles irdische Leben ist eingewoben
ins kosmische Leben, es gibt keine grundsätzliche Trennung
zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen irdischer und
kosmischer, materieller und geistiger Welt. Die anstehenden
Aufgaben wären nicht zu lösen, wenn uns nicht
aus dem Weltenganzen göttliche Kräfte zu Hilfe
kämen. Zum einen sind es die (entelechialen) Kräfte
der Eigenheilung, die allem Lebendigen innewohnen und die
richtig „angestoßen“ werden müssen,
um ihr Ziel zu erreichen. Zum anderen sind es spontan wirkende
„Feldkräfte“, die immer wirksam werden,
wenn neue Entwicklungen in Resonanz stehen mit dem Ganzen.
Ein grundlegendes Ziel unseres Projekts besteht darin, in
eine dauerhafte Kooperation mit der „Heiligen Matrix“
zu kommen. Sie ist die Schöpfungsmacht, die als Grundmuster
der „impliziten Ordnung“ (David Bohm) allen
Dingen und allen Lebensformen zugrunde liegt und ihre Beziehungen
reguliert.
Der spirituelle Fokus des Projekts ist nicht aufs Jenseits
gerichtet, sondern auf die leibliche, sinnliche Welt der
Erde. Die Teilnehmer werden deshalb die jahrtausendelang
verdrängten weiblichen Quellen des Lebens wiederentdecken
und in ihre Zukunftsarbeit integrieren. (Deshalb die große
Bedeutung der Themen von Liebe, Sexualität und neuen
Geschlechterrollen, siehe Anhang.)
Seit zwei Jahren befindet sich ein spezieller „Ashram“
im Aufbau, wo die Kooperation mit den Schöpfungskräften
gelernt werden kann. Alle Projektteil-nehmerInnen haben
die Möglichkeit, in diesem Gelände ihre spirituellen
„Exerzitien“ oder „Retreats“ durchzuführen.
Der Aufbau funktionierender Zukunftsgemeinschaften wird
ohne den Neuaufbau solider spiritueller Fundamente nicht
mehr möglich sein. Eine neue Kultur entsteht aus der
Wiederverbindung mit den göttlichen Gesetzen von Leben
und Universum. Es gibt sicher viele Wege zu diesem Ziel,
aber es gibt vielleicht nur einen Schlüssel, um das
Tor zu öffnen: das wiedergefundene VERTRAUEN.
Voraussetzungen für
die Teilnahme
Oft werden wir gefragt, welche Voraussetzungen
die Menschen erfüllen müssen, um an dem Experiment
teilnehmen zu können. Entscheidend ist die innere Bereitschaft
zur Mitarbeit und die Übereinstimmung mit den menschlichen
Qualitäten, die wir als die „ethische Basis“
bezeichnen: Wahrheit – gegenseitige Unterstützung
– Verantwortung übernehmen für die Gemeinschaft.
Das sind keine geringen Qualitäten, sie hängen
nicht ab von einem akademischen Grad oder einer beruflichen
Position, sondern nur vom Bewußtseinsstand der Einzelnen.
Die Maßnahmen, welche die Welt für ihre Heilung
braucht, müssen wir auch an uns selbst vollziehen.
Die Teilnehmer müssen deshalb zu einem hohen Maß
von Selbstveränderung und Überwindung alter Gewohnheiten
bereit sein.
Monte Cerro wendet sich vor allem an junge Menschen zwischen
18 und 40 Jahren, die bereit sind, diejenigen Aufgaben und
Berufe zu ergreifen, die für den Aufbau von Heilungsbiotopen
erforderlich sind. Auch ältere Menschen sind herzlich
willkommen, wenn sie sich auf die neuen Lebensverhältnisse
einstellen können. Die Teilnehmer wissen, daß
Krisen und Konflikte in einem so neuartigen Experiment unvermeidlich
sind. Sie sind entschlossen, die auftretenden Schwierigkeiten
für ihren Weg des Lernens zu benutzen und – wenn
irgend möglich – die drei Jahre dabeizubleiben.
Es ist deshalb wichtig, daß sie sich vorher gründlich
über Sinn und Ziel dieses Experiments informiert haben.
Besonders gesucht sind Menschen mit Leitungsfähigkeiten
und Teamgeist, Fachkräfte in den Bereichen Ökologie,
Technologie (Energie, Wasser, Information), Architektur,
Verwaltung, Unfallmedizin.
An dem Experiment können nur Menschen teilnehmen, die
vorher in Tamera waren und die Situation kennengelernt haben.
Zu diesem Zweck werden in den Jahren 2004 und 2005 eine
Reihe von Veranstaltungen und Seminaren durchgeführt
(siehe Veranstaltungskalender). Dort erhalten alle Teilnehmer
eine genauere Einführung in die Grundgedanken und Ziele
des Experiments Monte Cerro. Für diejenigen, die vor
Ort eine längere Besinnungszeit wünschen, gibt
es die Möglichkeit, als mitarbei-tender Gast länger
zu bleiben. Wer sich dann zur Teilnahme entscheidet, wird
gebeten, einen einmaligen Betrag (von noch nicht festgelegter
Höhe) auf das Konto des Experiments zu überweisen.
Damit ist ein knappes Anfangskapital gesichert, mit dem
die Arbeit des Experiments beginnen kann. Wir bitten um
Eingang des persönlichen Bewerbungsschreibens für
die Teilnahme bis spätestens 31. Dezember 2005.
Stufenplan des Projekts
Das dreijährige Experiment ist
Teil einer Entwicklung in drei Phasen.
Erste Phase: Frühjahr 2004 bis Frühjahr 2006:
Vorbereitung der Infrastruktur.
Zweite Phase: Frühjahr 2006 bis Frühjahr 2009:
Durchführung des Experiments „Monte Cerro“.
Dritte Phase: Starthilfe bei der Gründung von Friedensdörfern
in Krisengebieten der Erde, zum Beispiel in Israel/Palästina.
Wir hoffen, bis dahin eine breitere Unterstützung zu
erhalten von engagierten Stellen der Öffentlichkeit.
Für die Finanzierung der drei Stufen denken wir an
die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung in
der Schweiz. Wir sind dabei auf die Unterstützung von
Fachleuten angewiesen. Wir brauchen ein finanzielles und
ein publizistisches Kuratorium in der Öffentlichkeit.
Die Investitionen bringen keine Rendite, sie tragen aber
dazu bei, nachhaltige Strukturen für die Zukunft zu
schaffen und den nächsten Generationen eine bessere
Lebensperspektive zu ermöglichen.
Im Namen unserer Kinder,
im Dienste der Wärme für alle Kreatur.
TEIL IV
ANHANG ZUM THEMA LIEBE, SEXUALITÄT, GEMEINSCHAFT
1. Gemeinschaft als Forschungsthema
Die genannten Aufgaben werden
nur auf der Basis einer menschlich gut funktionierenden
Gemeinschaft durchgeführt werden können. Zu viele
Gemein-schaftsprojekte sind seit den Sechziger Jahren infolge
ungelöster menschlicher Konflikte gescheitert, als
daß wir hier noch naiv bleiben könnten. Wenn
wir einen nachhaltigen ökologischen Humanismus verwirklichen
wollen, müssen wir einen menschlichen, sozialen, sexuellen
Humanismus finden, welcher die Teilnehmer/innen von den
Altlasten und Schmerzen der Vergangenheit erlöst. Nicht
nur in der äußeren Welt, sondern auch in uns
selbst liegen die Schwierigkeiten, die einem weltweiten
Heilungsvorgang im Wege stehen. Vor allem die Konfliktfelder
um Geld, Macht, Liebe und Sex bilden innere Barrieren, die
durch bloße Friedensappelle nicht zu überwinden
sind. Im alltäglichen Zusammenleben sind es oft ganz
einfach anmutende Faktoren wie unerfülltes Kontaktbedürfnis,
Dominanzstreben, Konkurrenz um Liebe und Sex, Eifersucht,
unbewußte Negativprojektionen, Angst vor Verurteilung
etc., welche in Hunderten von Projekten seit den Sechziger
Jahren das Gruppenleben von innen her zerstört haben.
Da es sich aber bei diesen Faktoren
nicht nur um individuelle Schädigungen, sondern vor
allem um die Folgen einer kollektiven Kulturkrankheit handelt,
können sie auch nicht auf individueller Ebene nachhaltig
aufgelöst werden.
Wir alle tragen den Urschmerz einer großen Verletzung
in uns. Wir alle haben, wie Claude Anshin Thomas sagt, unser
„Vietnam in uns“, wir alle sind Opfer und Täter
gewesen und haben im Laufe unserer karmischen Lebensreise
viele Wunden erhalten. Heilungsarbeit in dem gemeinten Sinn
bedeutet, diese Wunden bei sich und anderen zu heilen. Das
ist der Auftrag, und das ist auch die Verheißung,
die uns mit der göttlichen Parabel zugesagt worden
ist: Ihr sollt und ihr könnt die alten Wunden heilen.
Die Wegweiser dafür heißen: Wahrheit –
gegenseitige Unter-stützung – Verantwortung für
die Gemeinschaft und Dienst am Leben. Und außerdem:
Helft anderen, so wird auch euch geholfen.
Wir kommen hier zu
einem tieferen Begriff der „Nachhaltigkeit“,
denn die notwendigen ökologischen Veränderungen
verlangen menschliche Veränderungen, und die können
dauerhaft nur eintreten, wenn wir an die Wurzel gehen und
neue Grundmuster für Kultur und Gesellschaft entwickeln.
Die Herstellung von Vertrauen unter Menschen, die Ermöglichung
von Wahrheit und zwischenmenschlicher Transparenz ist nicht
nur ein individuelles, sondern vor allem ein gesellschaftliches,
kulturelles, wirtschaftliches und politisches Thema. Das
ist ein Basisgedanke des Projekts der Heilungsbiotope. Wir
müssen Gemeinschaften entwickeln, in denen Lüge,
Hinterlist und Betrug keinen evolutionären Vorteil
mehr besitzen. Wir brauchen neue
gesellschaftliche Strukturen, die ein dauerhaftes Zusammenleben
in Wahrheit, Liebe und Vertrauen überhaupt erst ermöglichen.
Es ist ein schweres geschichtliches Erbe, welches unsere
individuellen Existenzen bis in die intimsten Räume
hinein belagert. Dieses Thema muß gelöst werden,
damit sich entelechiale Heilungskräfte voll befreien
und betätigen können.
Es handelt sich bei dem Forschungsprojekt der Heilungsbiotope
um die Entwicklung von Zukunftsgemeinschaften, die in der
Lage sind, ihren Teilnehmern neue Erfahrungen von Heilung
und Entwicklung zu ermöglichen, die aus einer neuen
Erfahrung des Vertrauens hervorgehen.
Solche Gemeinschaften gehen zwangsläufig durch eine
Reihe von inneren Experimenten, mit denen sie die bisherigen
Grenzen verschieben und neues Gelände erschließen.
Es geht um Grenzverschiebung und die Ermöglichung anderer
innerer Montagepunkte für das eigene Leben. Das ist
ein Forschungsabenteuer von großer Bedeutung, vielleicht
das größte Abenteuer unserer Zeit. Lynn Margulis,
die bekannte Biologin, sagte dazu:
„Wenn wir die ökologischen und sozialen Krisen,
die wir herbeigeführt
haben, überleben wollten, wären wir wohl gezwungen,
uns auf völlig
neue, dramatische Gemeinschaftsunternehmungen einzulassen.“
Man wird sich vielleicht
wundern und fragen, ob denn wirklich so aufwendige Forschungsarbeiten
notwendig sind, um funktionierende Gemeinschaften zu gründen
und im Sinne stabiler Nachhaltigkeit neue Lebensformen zu
entwickeln. Die Antwort heißt eindeutig: Ja, es ist
notwendig. Die herkömmlichen Alternativ-modelle vom
einfachen Leben haben nie lange funktioniert, weil sie den
immanenten Zerstörungskräften der modernen Zeit
nicht gewachsen waren. Die anstehenden Probleme am Ende
der patriarchalisch-kapitalistisch-imperialistischen Epoche
können nicht mehr auf der Ebene eines urchristlichen
oder buddhistischen Agrarkommunismus gelöst werden
(wenn dies auch vorübergehend für viele Teilnehmer
eine echte Hilfe sein kann). Die Themen unserer Zeit sind
dermaßen miteinander vernetzt und verbunden, daß
sie nicht isoliert gelöst werden können. Eine
wirklich gewaltfreie Ökologie kann nicht ohne ein neues
Verhältnis zu unserer eigenen inneren Natur entwickelt
werden; Natur im Äußeren und Natur im Inneren
sind zwei Seiten desselben Themas, beide werden von derselben
Lebensenergie bewegt. Solange wir unsere eigene Natur unterdrücken
und verleugnen, werden wir kaum ein liebevolles Verhältnis
zu den Mitgeschöpfen der äußeren Natur herstellen
können. Ähnlich auch in Technologie und Medizin:
Der anstehende Paradigmen-wechsel verlangt zunehmende Kooperation
mit jenen inneren Kräften, die bislang meistens verdrängt
und bekämpft worden sind. Es sind psychische Kräfte,
die in jeder lebendigen Materie wirken, Teilhard de Chardin
hat sie als die „Innenseite“ der Dinge beschrieben
und damit eine neue Schau der materiellen Welt eröffnet.
Kosmische, überbewußte, unterbewußte oder
verdrängte Kräfte, die bislang den separierten
Bereichen von Tiefenpsychologie, Religion, Magie und Kunst
zugeteilt worden sind, müssen nach und nach in eine
bewußte Lebensführung integriert werden, um die
latente Schizophrenie unserer derzeitigen Kultur aufzulösen.
Es geht um eine Neugründung unseres Selbstverständnisses
als Mensch.
Der sicherste Garant für den Erfolg der Arbeit sind
die in jeder Gemeinschaft auftretenden Feldkräfte,
die immer einsetzen, sobald unter den Teilnehmern Übereinstimmungen
entstehen hinsichtlich neuer Erfahrungen und Grenzüber-schreitungen.
Es ist dann nicht mehr nur die Eigenkraft, sondern vor allem
die Feldkraft, welche den Teilnehmern die neuen Erfahrungen
ermöglicht. Wir müssen dann nicht mehr alles selber
tun. Wir tun, was wir können, und den Rest „let
God do“. (Dieser Feld-Gedanke ist ein Schlüsselgedanke.
Ich habe ihn in dem Buch „Die Heilige Matrix“
ausführlich beschrieben. Die ganze Evolution basiert
auf dem Feldgesetz.)
Einige psychologische Kriterien
moderner Hightech-Arbeit sollten auf die Ebene zwischenmenschlicher,
spiritueller und ökologischer Forschungsarbeit übertragen
werden, damit eine wirksame und schließlich überlegene
Friedenskraft entstehen kann: Kriterien wie geistige Energie,
Willenskraft, Kontinuität und Freude auf die Ergebnisse.
Auch der Glaube an das Gelingen, die Bereitschaft zu Grenzver-schiebungen,
die Für-möglich-Erklärung dessen, was bislang
unmöglich erschien. Es ist Experiment und Forschung,
was hier angesagt ist, nicht das Festhalten an alten Glaubenssätzen.
In den stürmischen Transformationsvorgängen unserer
Zeit wirft das werdende Universum immer neue Zukünfte
an den Horizont unseres Sehkreises. Forschungsarbeit im
zwischenmenschlichen und gemeinschaftlichen Bereich heißt
immer auch, Schritt zu halten mit dieser Entwicklung, ohne
hektisch zu werden. Die richtige Ruhe liegt in der richtigen
Geschwindigkeit. Die richtige Haltung liegt in einem Willen,
der sich auf eine lange und schwierige Strecke vorbereitet.
Es wird deutlich, daß hier auch die Frage nach unserer
geistigen und körperlichen Kondition gestellt ist.
Man ahnt, mit welchem thematischen Umfang es eine Gruppe
von 200 Menschen zu tun hat, wenn sie die Aufgabe annehmen
will, die ihr in obiger Parabel vom Welten-geist gestellt
worden ist. Aber gilt nicht auch hier die Grundregel: Je
größer die Aufgabe, desto größer die
uns zuströmende Kraft?
2. Das große
Thema von Sexualität, Liebe und Partnerschaft
Gebt uns Barmherzigkeit und
erlöst uns.
Auch wir waren auf der Suche nach Liebe –
nach dem Zusammenkommen von Mann und Frau.
(Worte, die ein Träumer nachts von seinem verstorbenen
Vater empfing.)
Die Liebe zwischen Mann und
Frau ist etwas vom Schönsten, was auf unserer Erde
erlebt werden kann. Niemand, der oder die sich in diesem
Liebeszustand befindet, kann sich vorstellen, daß
er jemals zu Ende sein könnte. Und doch scheitern fast
alle Liebesbeziehungen. Die menschliche Gesellschaft lebt
in einem kollektiven Liebeskummer. Der Bereich, wo wir das
Schönste erleben könnten, wird für die meisten
ein Bereich tiefer Enttäuschung, tiefen Leids, tiefer
Wut und oft endgültiger Resignation.
Das Thema Liebe ist ein Weltthema. „Es kann in der
Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist.“
Gemeint ist der alltägliche Kleinkrieg der Geschlechter
– mit seinen schlimmen Folgen für die Kinder.
Es sind Kinder, die später als Soldaten in die Kriege
ziehen und die Erde verwüsten. Diese Kinder wurden
von Eltern gezeugt, die meistens kein sehr überzeugendes
Bild der Liebe vorleben konnten. Die Erde befindet sich
von Generation zu Generation in einer Situation der unerfüllten
Liebe, die von Generation zu Generation zu immer schlimmeren
Schmerzen und Verwüstungen führt. Der innere Zusammenhang
zwischen unerfüllter Liebe auf der einen Seite und
Krankheit oder gnadenloser Brutalität auf der anderen
Seite kann heute in jedem Heim und in jeder Biografie gewalttätiger
Jugendlicher nachvollzogen werden.
Wir finden ihn in der
Lebensgeschichte aller Despoten (siehe die Arbeiten von
Alice Miller), und wir finden ihn auch in der Kasuistik
psychosomatischer Erkrankungen, wenn wir die Symptome richtig
zu deuten verstehen. „All you need is love.“
Die Menschheit braucht Erfüllung in der Liebe, um wieder
auferstehen zu können.
Was für eine Liebe ist gemeint?
Jede Liebe. Sinnliche Liebe, seelische Liebe, religiöse
Liebe, Nächstenliebe, Tierliebe, Partnerliebe. Im Zentrum
steht die Wiedervereinigung der beiden Hälften des
Menschen: Mann und Frau. Im Kern des menschlichen Zusammenlebens
steht das Zusammenleben der Geschlechter. Ihre Anziehung
oder Abstoßung, ihre sexuellen Signale und Verkabelungen,
ihre Hoffnungen und Enttäuschungen ziehen sich wie
ein geheimes Nervensystem durch die ganze menschliche Gesellschaft,
durch jedes Büro, jedes Kaufhaus, jede Versammlung,
jede Gruppe. Die beiden Hälften des Menschen sehnen
sich nacheinander, verfehlen sich, bekämpfen sich und
suchen sich, bis sie sich gefunden haben. Sie
müssen sich finden, nicht nur zu zweit, sondern weltweit,
denn erst dann kann die tiefste aller Wunden heilen.
Von ihrer harmonischen Verbindung hängt weitgehend
das Glück oder Unglück der Kinder – und
somit aller Menschen – ab, denn wir alle sind einmal
Kinder gewesen. In der Heilung der Geschlechterliebe liegt
wohl der revolutionärste Schritt gegenwärtiger
Heilungsarbeit – nach tausendjähriger Unterdrückung
und Verleug-nung in der patriarchalen Epoche. Eine neue,
humane Kultur wurzelt in einem neuen Verhältnis der
Geschlechter.
Wir stehen deshalb vor der zentralen Forschungsfrage: Wie
kann der (offene oder latente) Geschlechterkrieg wirksam
beendet und durch eine dauerhafte und verläßliche
Solidarität ersetzt werden? Wie kann das Glück
zweier verliebter Menschen dauerhaft geschützt und
bewahrt werden, ohne daß sie es schützen müssen
durch zu enge Zäune? Gibt es ein realisierbares Modell
der Liebe, wo die Wünsche nach Partnerschaft vereinbar
sind mit den Wünschen nach sexuellem Abenteuer und
wo die Sehnsucht nach Treue und Intimität nicht verbunden
ist mit Verlustangst und Klammerung? Gibt es eine Form des
Zusammenlebens, wo die sexuelle Zuwendung eines Menschen
zu einem anderen in einem dritten nicht mehr Angst, Wut
und Rache hervorruft? In was für eine zwischenmenschliche
Kultur, was für eine Vertrauensstruktur, was für
eine Form zwischenmenschlicher Wahrheit und Akzeptanz müßte
eine solche Liebe eingebettet sein? Auf welcher höheren
Ordnungsebene sind Partnerliebe und freie Sexualität
miteinander vereinbar? Unter welchen sozialen, sexuellen,
ethischen und spirituellen Bedingungen ist eine erfüllte
Liebe dauerhaft möglich? Gibt es ein Verhältnis
von Religion und Eros, welches beide Seiten steigert und
vereint?
Wir geben auf diese Fragen keine ideologischen Antworten,
sondern wir suchen nach neuen Erfahrungsräumen für
Wahrheit und Erkenntnis. Die neue Epoche braucht ein neues
Bild der Liebe und neue Geschlechterrollen für Mann
und Frau. Dieses Thema ist ein Kernthema des anstehenden
planetarischen Transformations-prozesses. Es kann nur in
Verbindung mit allen anderen Themen gelöst werden.
Die Lösung beginnt nicht
mit einem konfessionellen Bekenntnis zu Monogamie, Polygamie
oder Zölibat, sondern mit einer inneren Wahrheit, die
unterstützt wird durch die Wahrheit anderer. Es ist
ein Wahrheitsfeld, aus dem die Heilung kommt.
Die innere Wahrheit, die aus der Quelle kommt, kann sich
ebenso in vorübergehendem Zölibat wie in sinnenfroher
Polygamie äußern, je nach der Entwicklungsphase,
die gerade durchlaufen wird. Wahrscheinlich werden auf dem
Weg der Wahrheitsfindung alle Varianten durchlaufen werden,
bis es hier – im schwierigsten und heimlichsten Bereich
– zu einer gemeinsamen Verständigung und Erleuchtung
kommt. Von da an fällt eine Last vom Herzen der Menschheit.
3. Heilungsvorgänge in der Gemeinschaft
durch die Herstellung von Vertrauen
„Glück ist Geborgenheit
in Größerem.“ Die Erfüllung des
Lebens hängt auch davon ab, welche Antwort ich geben
kann auf die Frage: für was oder wen tust du das? Wenn
die Antwort in überzeugender Weise auf etwas Größeres
gerichtet ist als nur auf die eigene Person, könnte
ein erfülltes Leben in Aussicht stehen. Persönliche
Probleme brauchen eine höhere Ordnungsebene, um gelöst
werden zu können. Eine solche höhere Ordnungsebene
ist die Gemeinschaft. Gemeinschaft bedeutet Leben auf kommunitärer
statt privater Basis. Vielleicht ist dies einer der radikalsten
Paradigmenwechsel überhaupt: der geistige und moralische
Wechsel von einer privaten Lebensführung zu einer kommunitären.
Nur so können die Schutz- und Abwehrmechanismen, welche
sich die Menschen unserer Zeit in ihrer isolierten Existenz
angewöhnen mußten, langfristig abgebaut werden.
Das Projekt der Heilungsbiotope hat in seiner 25jährigen
Entstehungsgeschichte einige massive Schicksalsschläge
erlitten. Warum konnte die Gemeinschaft sie überstehen?
Weil sie ein tragfähiges Energiefeld entwickelt hatte
für den menschlichen Zusammen-halt. Die Teilnehmer
waren bereits weit genug mit den Regeln kommunitärer
Lebensweise vertraut, um nicht in individuelle Resignation
abzurutschen.
Gemeinschaft bedeutet, andere
Menschen wirklich kennenzulernen und zu sehen, wer sie wirklich
sind. Wir geraten nach und nach in jene menschliche Welt,
die hinter unseren Filmen und Fassaden liegt. Hier wirken
die echten Begegnungen von Zentrum zu Zentrum, von Wahrheit
zu Wahrheit, aus denen das echte Vertrauen hervorgeht. Vertrauen
ist die ursprünglichste und wirksamste aller Heilkräfte.
Die allererste Aufgabe einer Gemeinschaft ist deshalb die
Herstellung von Vertrauen unter den Teilnehmern. Ahnt man,
was das bedeutet? Weiß man, wie viele Keile in der
patriarchalen Geschichtsepoche zwischen die Menschen getrieben
worden sind: zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und
Kinder, zwischen jung und alt, zwischen Völker und
Kulturen? Die Aufgabe, das verlorene Urvertrauen wieder
herzustellen, ist gleichbedeutend mit der Aufgabe, im genetischen
Code der Menschen ganz neue Informationsketten zu aktivieren.
Alte Verhaltensmuster müssen verlassen und durch neue
ersetzt werden. Es ist ein Lernvorgang ohnegleichen. Aber
hat Elisabeth Kübler-Ross nicht recht, wenn sie sagt,
daß alle Lernprozesse im Leben letztlich darauf hinauslaufen,
die Liebe zu lernen? Und sollten wir das nicht können?
Vergrößern wir einmal unseren Abstand zu dieser
Frage. Die Menschheit hat Raumstationen im All gebaut, selbstlenkende
Geschosse erfunden, den genetischen Code entschlüsselt
und mit Nano-Kanonen auf Krebszellen geschossen –
sollte sie nicht auch in der Lage sein, mit gleichem Einsatz
und gleicher Beharrlichkeit ihre inneren Themen zu lösen?
Dieter Duhm
Januar 2004
LITERATURLISTE:
Dieter Duhm: Die heilige
Matrix – Von der Matrix der Gewalt zur Matrix des
Lebens. Grundlagen einer neuen Zivilisation.
Verlag Meiga 2001 – ISBN 3-927266-14-0
Dieter Duhm: Der unerlöste Eros
Verlag Meiga 1991 – ISBN 3-9805234-1-1
Sabine Lichtenfels: Traumsteine
– Reise in das Zeitalter der sinnlichen Erfüllung.
Hugendubel 2000 – ISBN 3-7205-2135-4
Sabine Lichtenfels: Weiche Macht – Perspektiven eines
neuen Frauenbewusstseins.
Verlag Meiga 1991 – ISBN 3-9805234-0-3
Sabine Lichtenfels: Ring der Kraft
Verlag Meiga 2005 – ISBN 3-927266-18-3
BANKVERBINDUNGEN:
Deutschland:
GLS Gemeinschaftsbank Bochum
Kontoinhaber: Karl-Rainer Ehrenpreis
Kontonr: 400 635 2400
BLZ: 430 609 67
IBAN: DE02 4306 0967 4006 3524 00
BIC: GENODEM1GLS
Österreich:
Bank Austria AG
Kontoinhaberin: Alice Kratz
Kontonr: 00769 091 059
BLZ: 20151
IBAN: AT 1200 0007 6909 1059
BIC: BKAUATWW
Schweiz:
Freie Gemeinschaftsbank Basel
Kontoinhaberin: Barbara Kovats,
Kontonr: 3164.0
BLZ: 8392
Postcheck Basel: 40-963-0
IBAN: CH47 0839 2000 0000 3164 0
BIC: RAIFCH22XXX
Portugal:
Millenium bcp
Kontoinhaberin: Alice Kratz
NIB: 0033000 000046359801 78
IBAN: PT50 0033 0000 0004 6359 8017 8
BIC: BCOMPTPL
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