| 1942 |
geb. in Berlin
Erfährt nach dem Krieg als Flüchtling Angst
und Gewalt; diese werden ein wichtiges Lebensthema.
Widmet sich schon sehr früh der Malerei, die ihn
bis zum 20. Lebensjahr ausfüllt. Beteiligt sich
mit 14 Jahren an dem evangelischen Hilfswerk „Brot
für die Welt“ und bemüht sich um ein
Leben im Geist der zehn Gebote und der Bergpredigt. |
| 1952 |
Austritt aus der Kirche. |
| 1961 |
Abitur; danach freiwilliger Eintritt
in die Bundeswehr, wo er versucht, mit Freunden zusammen
ein pazifistisches Projekt zu gründen. |
| 1963 |
Vorläufige Beendigung der Malerei,
„weil die anderen Themen wichtiger wurden“:
Einstieg in die philosophische und politische Arbeit. |
| 1964 |
Beginn des Studiums, u. a. Philosophie,
Soziologie und Psychoanalytik;
Abschlüsse: Diplom als Psychoanalytiker (1969)
und Promotion in Soziologie (1973). Einige Semester
lang Beschäftigung mit biologischer Kybernetik,
durch die er eine Vorstellung bekommt von der Funktionsweise
und Veränderbarkeit biologischer Schaltkreise. |
| 1968 |
bis 1974 politisches Engagement bei
der marxistischen Linken im Raum Mannheim/Ludwigshafen,
wo er in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit Führungsaufgaben
übernimmt. „Rädelsführer“
bei Demonstrationen, Schulblockaden und Anti-Springer-Aktionen.
Vier Anzeigen wegen Landfriedensbruch, die aber durch
einen Amnestie-Erlaß von Bundespräsident
Heinemann aufgehoben werden. Bezieht Stellung gegen
kollektivistische und dogmatische Tendenzen in der Neuen
Linken.
Veröffentlicht 1972 den linken Bestseller „Angst
im Kapitalismus“ und wird ein Hauptsprecher der
sogenannten „Emanzipationsdebatte“, in der
es um die Verbindung von politischer Arbeit und persönlicher
Befreiung geht:
Publizierung des weitverbreiteten „Mannheimer
Papiers“ und der Broschüre „Revolution
ohne Emanzipation ist Konterrevolution“. |
| 1969 |
Beginn seiner therapeutischen Arbeit
als Psychoanalytiker, die er aber nach drei Jahren wieder
aufgibt, um sich ganz auf die politische Arbeit zu konzentrieren. |
| 1970 |
Aufnahme und Adoption eines todkranken
dreijährigen Kindes, das er gesund pflegt. Eheschließung
als Versuch, das Konzept der freien Liebe mit der Institution
Ehe zu verbinden; 1974 Scheitern dieses Projekts. |
| 1972 |
Intensive Beschäftigung mit Teilhard
de Chardin, Wilhelm Reich und G. W. F. Hegel. Entwicklung
eines dialektischen Weltbildes, Vorstufe der späteren
holographischen Überlegungen. Gedankliche Arbeit
an neuen Lebensformen, bei denen der sozialistische
Gedanke mit der Vision der freien Liebe erweitert und
vertieft wird. Versuch, die kommunistische Idee „links
zu überholen“, indem er diese auf den erotischen
Bereich ausdehnt. Schreibt an einem Buch „Die
Liebe und die Linke“, das nicht erscheinen kann,
weil seine empörte Gattin das Manuskript in den
Neckar wirft. |
| 1974 |
verläßt trotz mehrerer Professurangebote
die Universität sowie seine
bisherigen politischen Arbeitsbereiche und begründet
diese Entscheidung in dem Buch „Der Mensch ist
anders.“
Wiederaufnahme seiner religiösen Interessen: Intensive
Beschäftigung mit Religionsgeschichte, mit Themen
der Spiritualität, Natur, Ökologie und Sexualität.
Unternimmt riskante Drogenexperimente, um die geistigen
Räume übersinnlicher Fähigkeiten und
transzendentaler Erfahrungen systematisch zu erforschen.
Offenbarungserlebnisse über die sakrale und holistische
Struktur der Wirklichkeit. Beginn der „Lehr- und
Wanderjahre“, in diesem Zusammenhang auch wiederholter
Besuch beim Friedrichshof im österreichischen Burgenland,
der berüchtigten „Sexkommune“ von Otto
Mühl. Überwindung seiner ursprünglichen
Antipathie gegenüber solchen Kollektivprojekten
und öffentliches Bekenntnis zur Notwendigkeit der
dort geleisteten Arbeit. Daraufhin Ablehnung seiner
Schriften in vielen linken Buchläden. |
| 1976 |
Glaubenskrise, Anwandlungen von Zweifel
und Depression.
5-monatige Besinnungspause in der Einsamkeit eines Bauernhauses
in Niederbayern. |
| 1978 |
Gründung des Projekts „Bauhütte“,
welches zu dem heutigen Projekt „Tamera“
in Portugal führte. Aufbau der ersten tragfähigen
Gemeinschaft.
Begegnung mit der Theologin Sabine
Lichtenfels, mit der er das Projekt bald gemeinsam
weiterführt. |
| 1979 |
erscheint sein Buch „Synthese
der Wissenschaft – der werdende Mensch“ |
| 1982 |
erscheint sein Buch „Aufbruch
zur neuen Kultur“.
Wiederaufnahme der Malerei nach zwanzigjähriger
Pause. |
| 1983 |
Leitung des großen Gemeinschaftsexperiments
in Schwand/Schwarzwald (bis 1986). Beginn der Heilungsarbeit.
Überraschende Entdeckungen über das Auftauchen
und Verschwinden körperlicher Symptome. Systematische
Erforschung und Nutzung der „Selbstheilungskräfte“.
Entstehung größerer Projektgedanken. |
| 1985 |
Beginn der Sektenkampagne.
(Siehe Stellungnahme
1997, Offener Brief
2005) |
| 1986 |
Zuspitzung der Sektenkampagne. Erste
Gedanken zur Auswanderung. |
| 1990 |
Aufenthalt in Lanzarote und Vorbereitung
des Projektes der globalen Heilungsbiotope (bis 1995). |
| 1991 |
erscheint sein Buch „Der unerlöste
Eros“. |
| 1992 |
erscheint sein Buch „Politische
Texte für eine gewaltfreie Erde“. |
| 1995 |
gründet zusammen mit Sabine Lichtenfels
und dem Physiker Rainer Ehrenpreis und anderen das erste
Heilungsbiotop „Tamera“ in Portugal. Auf
fast unbebautem Gelände von 140 ha beginnen ca.
50 Menschen mit der Arbeit. Es entstehen die „Friedensschule
Mirja“ (1999), das „Institut für globale
Friedensarbeit“(IGF) (2000), und der „politische
Ashram“ (2000), wo die künftigen Friedensarbeiter
die erforderlichen geistigen und körperlichen Fähigkeiten
trainieren können. |
| 2001 |
erscheint sein Buch „Die Heilige
Matrix. Von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens.“ |
| 2003 |
Begegnung mit dem Erfinder und Solartechnologen
Jürgen Kleinwächter und Integration des „Solar
Village“ in das Konzept der Heilungsbiotope. |
| 2006 |
Vorbereitung eines Zentrums für
Kunst und Heilung.
Weltwahrnehmen und Weltverstehen im Medium der Kunst,
Kultivierung brachliegender Seelenlandschaften, Teilnahme
an der Schöpfung und Auflösung geschichtlicher
Angstknoten sind die Themen dieser Arbeit.
Madjana Geusen gibt das Buch heraus: „Der heilige
Gral des Mannes ist die Frau“, in der sie den
Künstler Dieter Duhm und sein Werk darstellt.
Aufbau einer globalen Kooperative für eine Zukunft
ohne Krieg. |