Dr. Dieter Duhm
   Biografie
 

Dieter Duhm 2003

Dieter Duhm 1980
mit Tochter Mara 1984
mit Sabine Lichtenfels 1995
mit Tochter Mara 1988
 
1942 geb. in Berlin
Erfährt nach dem Krieg als Flüchtling Angst und Gewalt; diese werden ein wichtiges Lebensthema. Widmet sich schon sehr früh der Malerei, die ihn bis zum 20. Lebensjahr ausfüllt. Beteiligt sich mit 14 Jahren an dem evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“ und bemüht sich um ein Leben im Geist der zehn Gebote und der Bergpredigt.
1952 Austritt aus der Kirche.
1961 Abitur; danach freiwilliger Eintritt in die Bundeswehr, wo er versucht, mit Freunden zusammen ein pazifistisches Projekt zu gründen.
1963 Vorläufige Beendigung der Malerei, „weil die anderen Themen wichtiger wurden“: Einstieg in die philosophische und politische Arbeit.
1964 Beginn des Studiums, u. a. Philosophie, Soziologie und Psychoanalytik;
Abschlüsse: Diplom als Psychoanalytiker (1969) und Promotion in Soziologie (1973). Einige Semester lang Beschäftigung mit biologischer Kybernetik, durch die er eine Vorstellung bekommt von der Funktionsweise und Veränderbarkeit biologischer Schaltkreise.
1968 bis 1974 politisches Engagement bei der marxistischen Linken im Raum Mannheim/Ludwigshafen, wo er in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit Führungsaufgaben übernimmt. „Rädelsführer“ bei Demonstrationen, Schulblockaden und Anti-Springer-Aktionen. Vier Anzeigen wegen Landfriedensbruch, die aber durch einen Amnestie-Erlaß von Bundespräsident Heinemann aufgehoben werden. Bezieht Stellung gegen kollektivistische und dogmatische Tendenzen in der Neuen Linken.
Veröffentlicht 1972 den linken Bestseller „Angst im Kapitalismus“ und wird ein Hauptsprecher der sogenannten „Emanzipationsdebatte“, in der es um die Verbindung von politischer Arbeit und persönlicher Befreiung geht:
Publizierung des weitverbreiteten „Mannheimer Papiers“ und der Broschüre „Revolution ohne Emanzipation ist Konterrevolution“.
1969 Beginn seiner therapeutischen Arbeit als Psychoanalytiker, die er aber nach drei Jahren wieder aufgibt, um sich ganz auf die politische Arbeit zu konzentrieren.
1970 Aufnahme und Adoption eines todkranken dreijährigen Kindes, das er gesund pflegt. Eheschließung als Versuch, das Konzept der freien Liebe mit der Institution Ehe zu verbinden; 1974 Scheitern dieses Projekts.
1972 Intensive Beschäftigung mit Teilhard de Chardin, Wilhelm Reich und G. W. F. Hegel. Entwicklung eines dialektischen Weltbildes, Vorstufe der späteren holographischen Überlegungen. Gedankliche Arbeit an neuen Lebensformen, bei denen der sozialistische Gedanke mit der Vision der freien Liebe erweitert und vertieft wird. Versuch, die kommunistische Idee „links zu überholen“, indem er diese auf den erotischen Bereich ausdehnt. Schreibt an einem Buch „Die Liebe und die Linke“, das nicht erscheinen kann, weil seine empörte Gattin das Manuskript in den Neckar wirft.
1974 verläßt trotz mehrerer Professurangebote die Universität sowie seine
bisherigen politischen Arbeitsbereiche und begründet diese Entscheidung in dem Buch „Der Mensch ist anders.“
Wiederaufnahme seiner religiösen Interessen: Intensive Beschäftigung mit Religionsgeschichte, mit Themen der Spiritualität, Natur, Ökologie und Sexualität.
Unternimmt riskante Drogenexperimente, um die geistigen Räume übersinnlicher Fähigkeiten und transzendentaler Erfahrungen systematisch zu erforschen. Offenbarungserlebnisse über die sakrale und holistische Struktur der Wirklichkeit. Beginn der „Lehr- und Wanderjahre“, in diesem Zusammenhang auch wiederholter Besuch beim Friedrichshof im österreichischen Burgenland, der berüchtigten „Sexkommune“ von Otto Mühl. Überwindung seiner ursprünglichen Antipathie gegenüber solchen Kollektivprojekten und öffentliches Bekenntnis zur Notwendigkeit der dort geleisteten Arbeit. Daraufhin Ablehnung seiner Schriften in vielen linken Buchläden.
1976 Glaubenskrise, Anwandlungen von Zweifel und Depression.
5-monatige Besinnungspause in der Einsamkeit eines Bauernhauses in Niederbayern.
1978 Gründung des Projekts „Bauhütte“, welches zu dem heutigen Projekt „Tamera“ in Portugal führte. Aufbau der ersten tragfähigen Gemeinschaft.
Begegnung mit der Theologin Sabine Lichtenfels, mit der er das Projekt bald gemeinsam weiterführt.
1979 erscheint sein Buch „Synthese der Wissenschaft – der werdende Mensch“
1982 erscheint sein Buch „Aufbruch zur neuen Kultur“.
Wiederaufnahme der Malerei nach zwanzigjähriger Pause.
1983 Leitung des großen Gemeinschaftsexperiments in Schwand/Schwarzwald (bis 1986). Beginn der Heilungsarbeit. Überraschende Entdeckungen über das Auftauchen und Verschwinden körperlicher Symptome. Systematische Erforschung und Nutzung der „Selbstheilungskräfte“. Entstehung größerer Projektgedanken.
1985 Beginn der Sektenkampagne.
(Siehe Stellungnahme 1997, Offener Brief 2005)
1986 Zuspitzung der Sektenkampagne. Erste Gedanken zur Auswanderung.
1990 Aufenthalt in Lanzarote und Vorbereitung des Projektes der globalen Heilungsbiotope (bis 1995).
1991 erscheint sein Buch „Der unerlöste Eros“.
1992 erscheint sein Buch „Politische Texte für eine gewaltfreie Erde“.
1995 gründet zusammen mit Sabine Lichtenfels und dem Physiker Rainer Ehrenpreis und anderen das erste Heilungsbiotop „Tamera“ in Portugal. Auf fast unbebautem Gelände von 140 ha beginnen ca. 50 Menschen mit der Arbeit. Es entstehen die „Friedensschule Mirja“ (1999), das „Institut für globale Friedensarbeit“(IGF) (2000), und der „politische Ashram“ (2000), wo die künftigen Friedensarbeiter die erforderlichen geistigen und körperlichen Fähigkeiten trainieren können.
2001 erscheint sein Buch „Die Heilige Matrix. Von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens.“
2003 Begegnung mit dem Erfinder und Solartechnologen Jürgen Kleinwächter und Integration des „Solar Village“ in das Konzept der Heilungsbiotope.
2006 Vorbereitung eines Zentrums für Kunst und Heilung.
Weltwahrnehmen und Weltverstehen im Medium der Kunst, Kultivierung brachliegender Seelenlandschaften, Teilnahme an der Schöpfung und Auflösung geschichtlicher Angstknoten sind die Themen dieser Arbeit.

Madjana Geusen gibt das Buch heraus: „Der heilige Gral des Mannes ist die Frau“, in der sie den Künstler Dieter Duhm und sein Werk darstellt.

Aufbau einer globalen Kooperative für eine Zukunft ohne Krieg.